Liquiditätsrisiko

Fünf Wege, sich vor der Rentenmarkt-Dürre zu schützen

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Strikte Kapitalmarktregeln für Banken und andere Faktoren entziehen seit Jahren den Finanzmärkten Liquidität, schreiben Douglas J. Peebles, Investmentchef der Fondsgesellschaft AB Global, und Ashish Shah, Chef des Kreditgeschäfts bei AB Global, in ihrem Blog. Überfüllter Handel und Risikomanagement-Strategien machen es zudem für Investoren schwer, kurzfristige Volatilitäten heil zu überstehen. Damit die schwindende Liquidität nicht zum größten Problem wird, empfehlen die beiden Finanzexperten fünf Tipps, mit denen sie ihre Portfolios vor absichern.

1. Diversifizierung:
Investitionen in Fonds, die sich nur auf einen Sektor wie Hochzinsanleihen oder Emerging Markets konzentrieren, sind eine riskante Angelegenheit. Sobald die Liquidität in dem jeweiligen Sektor austrocknet, fällt es Investoren schwer, während der Marktturbulenzen zu handeln. Deshalb ist es sinnvoller einen ganzheitlichen Ansatz über mehrere Sektoren zu wählen und in Papiere zu investieren, die umfänglich auf festverzinsliche Anleihen setzen. Auf diesem Weg können Investoren schnell und einfach, sobald beispielsweise der große Ausverkauf bei den Hochzinsanleihen stattfindet, in Unternehmensanleihen mit Investmentgrade wechseln. 2. Trends vermeiden Der Niedrigzins zwingt Investoren auf der Jagd nach Renditen, verstärkt in den gleichen Ecken zu suchen. Diese Trends treiben die Preise von Anleihen in die Höhe. In vielen Fällen steigen die Kosten so hoch, dass Investoren kaum mehr für ihr Risiko belohnt werden. Es ist besser, Trends zu meiden. Das Auswahlkriterium für eine Investition sollte immer auf Wert und nicht auf Beliebtheit liegen. Gegen den Trend zu investieren, bietet zudem die Möglichkeit, attraktive Assets zu günstigen Preisen zu kaufen, sobald eine Verkaufswelle einen Trend beendet. 3. Genug Barreserven haben Investoren brauchen Barreserven, um genau dann kaufen zu können, wenn alle anderen verkaufen wollen. Das Halten von Barreserven bringt im Niedrigzinsumfeld aber keine Rendite. Investoren werden aber belohnt, indem sie Liquidität bieten können, wenn alle anderen sie brauchen. 4. Umfassend Analyse und Erweiterung des Anlagehorizont Jede Anleihe in die investiert werden soll, wird einer umfassenden Analyse unterzogen. Diese sollte so sein, als ob die Anleihe bis zu ihrem Ende gehalten werden soll. Denn es ist gefährlich, immer davon auszugehen, dass genug Liquidität vorhanden ist, wenn sie benötigt wird. Sollten die Analysen gründlich gewesen sein, besteht das Portfolio am Ende aus Langzeitinvestitionen, die mögliche Marktturbulenzen überstehen sollten. Die festverzinslichen Papiere versorgen den Investor zudem mit Liquidität, weil sie ja regelmäßig Zinsen bringen. Dazu bekommt der Investor am Ende der Laufzeit seine Anlage wieder zurück, egal wie es auf dem Markt zugeht. 5. Strategische Investitionen in UnternehmenskrediteAuf lange Sicht lohnen sich auch Investitionen in Unternehmenskredite. Dabei sind direkte Kredite an mittlere Unternehmen oder auch Hypothekenverschuldung sinnvoll. Zwar sind diese Investitionen weniger liquide als festverzinsliche Papiere, dafür bieten sie oft höhere Renditen.

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