Meuterei auf der Wölbern Invest

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Wölbern-Chef Heinrich Maria Schulte soll die Verantwortung für den geschlossenen Immobilienfonds Österreich 04 nun doch vorerst abgeben. Die Anteilseigner des Fonds hatten sich bereits Mitte Juli in einer Abstimmung für Schultes Abwahl ausgesprochen. Stattdessen sollte der Anteilseigner Wolfgang Valentini das Management übernehmen. Eine durch Schulte erreichte einstweilige Verfügung des Landgerichts Hamburg verhinderte bislang die Neubesetzung des Amtes. Am gestrigen Donnerstag kippte das Gericht nun seine damalige Entscheidung.

Doch Schulte will sich nicht so einfach abwählen lassen. Sein Unternehmen meldete in einer Pressemitteilung Bedenken an der Kompetenz des von den Anlegern gewählten Nachfolgers an. Außerdem erklärte das Emissionshaus erneut gerichtlich gegen die Entscheidung der Anleger vorzugehen – diesmal mit einer Zivilrechtsklage.

Einige Anleger werfen Schulte seit geraumer Zeit vor, Fondsgelder unrechtmäßig verwendet zu haben. Außerdem soll er Ausschüttungen gekürzt und ein fragwürdiges Liquiditätsmanagementsystem eingeführt haben.

Aufgrund der Streitigkeiten konnte nach Unternehmensangaben der Portfolioverkauf des Österreich 04 nicht wie geplant durchgeführt werden.

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