Millionenstrafe für amerikanischen ETF-Berater

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Ein amerikanischer Berater für Exchange Traded Funds (ETFs) muss mit 1,8 Millionen US-Dollar für seine hochriskanten Anlagetipps gradestehen. Neun Kunden fühlten sich von Nicolas Rowe betrogen und hatten gegen ihn geklagt.

Rowe, der beim Vermögensverwalter Focus Capital Wealth Management arbeitet, hat offenbar Short-ETFs und gehebelte ETFs an seine Kunden verkauft. Short-ETFs bilden einen Index umgekehrt ab, gewinnen also dann, wenn der Index verliert. Gehebelte ETFs nehmen dagegen die Wertentwicklung eines Index überproportional mit. Diese beiden ETF-Typen sind für viele Kunden nicht einfach zu verstehen. Zudem taugen sie nicht wirklich für langfristige Investments.

Rowe verkaufte sie aber dennoch an seine Kunden und wird nun dafür bestraft. Wie die US-Finanzaufsichtsbehörde bekannt gab, sprach das Gericht den Klägern insgesamt 1,3 Millionen US-Dollar Schadenersatz zu. Zudem muss Rowe die Prozesskosten in Höhe von weiteren 500.000 Dollar zahlen.

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