Neuer Ifo-Präsident

„Vermutlich haben nur Finanzvermittler etwas von der Riester-Rente“

Ab April gibt Hans-Werner Sinn sein Amt als Präsident des Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung auf. Sein Nachfolger wird Clemens Fuest. In einem Interview mit der Zeit äußert der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim seine ersten Sparvorschläge. Diese betreffen unter anderem die Bauspar-Prämie und die Riester-Rente.

Derzeit sei die finanzielle Lage in der Bundesrepublik gut, sagt der Konjunktur-Experte. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat einen Überschuss von zwölf Milliarden Euro erzielt. Doch angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland dürfte der Geldregen bald vorbei sein, prophezeit Fuest. Daher sollten deutsche Politiker die gute Lage nutzen, um zu konsolidieren.

„Brauchen wir die Bausparprämie?“

Einsparmöglichkeiten sieht Fuest vor allem bei den Subventionen. Diese sollten auf den Prüfstand gestellt werden. Staatliche Unterstützungsmaßnahmen, die ihre Ziele nicht erreichen, gehören für den neuen Ifo-Chef abgeschafft.

Damit zielt Fuest zum einen auf die staatliche Unterstützung bei der Finanzierung von Wohneigentum ab. „Brauchen wir die Bausparprämie?“ fragt er. Zum anderen stellt er auch die staatlich geförderte Riester-Rente in Frage: „Vermutlich haben nur Finanzvermittler etwas von dieser staatlichen Förderung“. 

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