Monika Galba von Proven Oil Canada (POC)

Monika Galba von Proven Oil Canada (POC)

Ölfonds: „Die Optimierung von Öl- und Gasgebieten ist hochattraktiv“

//
DAS INVESTMENT.com: Öl- und Gasfonds waren in Deutschland schon immer ein Nischensegment der geschlossenen Fonds. Seit in den siebziger Jahren einige Fonds floppten, gelten sie als hochspekulativ. Warum haben Sie sich gerade dieses Feld ausgesucht?

Galba: Es ist richtig, dass damals viele Konzepte nicht aufgegangen sind. Im Gegensatz zu unseren Fonds investierten Anleger seinerzeit aber in die Suche nach Öl- und Gasquellen in den USA. Wir aber kaufen bereits erschlossene Öl- und Gasgebiete, um deren Förderpotenzial weiter auszubauen. Die Optimierung von Öl- und Gasgebieten ist wirtschaftlich hochattraktiv.

DAS INVESTMENT.com: Und warum Kanada?

Galba: Kanada ist nach Saudi-Arabien das Land mit den weltweit zweitgrößten Ölreserven. Wichtig ist uns, dass Kanada – anders als die USA – seinen Höhepunkt in der Ölgewinnung noch nicht erreicht hat. So weisen kanadische Ölfelder nur ein Drittel der Bohrungen auf, die man auf vergleichbaren Flächen in den USA findet.

DAS INVESTMENT.com: Zum Betreiben der Ölquellen braucht es viel Know-how. Wo kommt ihres her und wie stellen Sie sicher, dass die Quellen ihres Fonds sprudeln?

Galba: Unser kanadischer Partner Conserve Oil Corporation, COC, hat jahrzehntelange Erfahrungen im Öl- und Gasgeschäft. Bevor wir eine Quelle kaufen, lassen wir jede von Sproule Associates, einem renommierten unabhängigen Gutachter Nordamerikas, bewerten. Erst danach setzt Schlumberger, übrigens weltweit führender Serviceanbieter im Bereich moderner Fördertechnologien, gemeinsam mit dem Betreiber COC die Optimierung der Quellen um.

DAS INVESTMENT.com: Wie sieht die Gewinnaufteilung des Fonds aus?

Galba:
In Kanada ist der Staat mehrheitlicher Besitzer der Energierechte. Wenn wir also Öl und Gas produzieren, verdient er mit. Landbesitzer spielen, zumindest bei unseren Fonds, keine Rolle. Nach den üblichen fondsbedingten Kosten erhalten Anleger 12 Prozent Ausschüttung pro Jahr aus den erwirtschafteten Erträgen. Erst dann wird eine jährliche Zahlung an unseren Partner COC in Höhe von 2,5 Prozent der Zeichnungssumme fällig.

DAS INVESTMENT.com: Warum schlägt diese sogenannte Know-how-Transfer-Fee von der Conserve Oil Corporation (COC) nicht nur beim ersten Ihrer Fonds, sondern auch bei den Folgefonds mit 2,5 Prozent des Eigenkapitals zu Buche?

Galba: Die erwähnten 2,5 Prozent sind Managementkosten, die für die kontinuierliche Arbeit vor Ort anfallen. Der Know-how Transfer ist dabei keine einmalige Angelegenheit, sondern ein ständiger Prozess.  

DAS INVESTMENT.com:
Wer gehört zu Ihrer Anlegergruppe?

Galba: Immer mehr Anleger investieren in Energiefonds. Die enormen Zuwächse in dieser Anlagenklasse, besonders in den vergangenen beiden Jahren, sprechen für sich. Unsere Zielgruppe ist der klassische Kapitalanleger, der eine sinnvolle Ergänzung seines Portfolios sucht. Die Gewichtung hängt von vielen Faktoren ab, hierbei kommt es auf die individuelle Situation des einzelnen Anlegers an.

Mehr zum Thema
Hollandfonds: „Wettbewerb um Immobilien wird überschätzt“ Rohstoffe: Warum Aktien sinnvoller als Direktinvestments sind Geschlossene Fonds: Büroimmobilien vor dem Aufschwung