Offene Immofonds leiden unter hohen Zuflüssen

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So schnell kann sich das Blatt wenden: Gerade hatten die offenen Immobilienfonds noch mit Mittelabflüssen zu kämpfen, jetzt sieht die Rating-Agentur Scope schon wieder Probleme durch zu hohe Zuflüsse. Die Manager bekämen Probleme, ihre Kundengelder lukrativ anzulegen. „2008 dürften die Renditen der offenen Immobilienfonds einen leichten Dämpfer erhalten“, erklärt Scope-Analystin Sonja Knorr. Das liege daran, dass die Fondsmanager nur mit Zeitverzug in attraktive Immobilien investieren könnten. „Die Anlegergelder müssen sie daher renditemindernd am Geldmarkt parken.“ Nach Angaben des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) flossen offenen Immobilienfonds in Deutschland im ersten Halbjahr 2007 insgesamt knapp 5,1 Milliarden Euro zu. Davon entfallen 942 Millionen Euro auf den Kanam Grundinvest (WKN: 679 180). Auf dem zweiten Platz folgt der Axa Immoselect (WKN: 984 645) mit 681 Millionen Euro. Nur 9 Millionen weniger sammelte der CS Euroreal (WKN: 980 500) der Credit Suisse Asset Management ein. „Aktuell wird die Renditeentwicklung der Branche noch durch Portfolioverkäufe einzelner Gesellschaften gestützt“, so Knorr. Sie erwartet, dass der ScopeX Real Estate GOEF Composite 2007 um mehr als 5 Punkte steigt. Bei diesem Index berechnet die Börse Stuttgart börsentäglich die durchschnittliche Kursentwicklung von offenen Immobilienfonds in Deutschland. Mitte November 2006 startete der Index bei einem Stand von 100 Punkten. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres stieg er um 2,8 Punkte.

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