Oskar Heitz, OVB

Oskar Heitz, OVB

OVB gibt Gewinnwarnung aus

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Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) rechne man nur noch mit 10 Millionen Euro, teilte OVB am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Bislang hatten die Kölner ein Ebit von 29 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Auch die Gesamtvertriebsprovisionen sollen zum Jahresende mit 190 Millionen bis 200 Millionen Euro weit geringer ausfallen als die bisher erwarteten 246 Millionen Euro. Zur Begründung führte OVB die „gedämpfte Entwicklung im Vertrieb von Finanzprodukten im zweiten Quartal" an. Bereits im ersten Halbjahr waren die Gesamtvertriebsprovisionen um 34 Prozent auf 100,7 Millionen Euro gesunken. Das Ebit brach um über 70 Prozent ein auf 4,9 Millionen Euro. OVB hatte sich vergangene Woche ohne offizielle Begründung von dem langjährigen Vorstandschef Michael Frahnert getrennt. Eine Unternehmenssprecherin teilte gegenüber DAS INVESTMENT.com mit, es habe unterschiedliche Auffassung über strategische Entwicklung der OVB gegeben.
Das Vertrauensverhältnis zwischen Aufsichtsrat und Vorstand sei nicht mehr vorhanden gewesen. Mutmaßungen von Branchenkreisen, die abrupte Trennung sei erfolgt, weil Frahnert die Gründung einer neuen Vertriebsorganisation anstrebte, hatte Frahnert bestritten. Finanzvorstand Oskar Heitz und der neu in den Vorstand aufgerückte und für das Auslandsgeschäft zuständige Wilfried Kempchen haben die Aufgaben Frahnerts übernommen. OVB hatte einen Zusammenhang der Personalie mit dem Geschäftsverlauf verneint. Detaillierte Angaben zum Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2009 will OVB am 13. August 2009 veröffentlichen.

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