Ranking In diesen Ländern droht Anlegern Gefahr

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Die Verlierer-Staaten in Europa

Griechenland hat den Euroraum nicht verlassen und konnte seinen angeschlagenen Bankensektor rekapitalisieren. Doch steht das Land 2016 noch vor vielen Herausforderungen. Die Wirtschaft wird den Prognosen zufolge um 1,8 Prozent schrumpfen, was es erschwert, die Schuldenlast im dreistelligen Milliardenbereich zurückzuzahlen. Eine deutliche Schuldenerleichterung zu erzielen dürfte schwierig sein. Zu den Belastungen zählt auch der Strom an Flüchtlingen aus Syrien, der an Griechenlands Küsten ankommt.

Russlands Wirtschaftswachstum wird dieses Jahr im negativen Bereich verharren, nachdem das BIP in den ersten neun Monaten 2015 bereits um rund 3,6 Prozent geschrumpft war. Die Sanktionen der Europäischen Union und der USA sowie der niedrige Ölpreis fordern ihren Tribut. 40 Prozent der Einnahmen für den Staatshaushalt  stammen aus dem Ölgeschäft.

Auch Finnland und die Schweiz haben es auf die Liste der zehn Länder mit der voraussichtlich schlechtesten Wirtschaftsentwicklung 2016 gebracht. Während das nordische Land unter seiner geografischen Nähe und ökonomischen Abhängigkeit von Russland leidet, machen den Helvetiern die Folgen der überraschenden Abschaffung der Franken-Deckelung zu schaffen - mit sinkenden Exporten und weniger Touristen.

Schwaches Wachstum in Japan

Die deflationsgeplagte japanische Volkswirtschaft wird der Prognose zufolge in diesem Jahr um etwa 1 Prozent wachsen und damit vielen der Nachbarländer, die es auf die Liste der Länder mit der erwarteten besten Entwicklung schafften, hinterherhinken.

Die Regierung hat vor kurzem einen Haushalt in Rekordvolumen für das nächste Haushaltsjahr verabschiedet, und hofft, dass staatliche Anreize und Arbeitsmarktreformen das Wachstum ankurbeln werden.

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