S&P: Milliardenumsätze im Rating-Geschäft
Der Ursprung des Unternehmens liegt jedoch in der Bewertung. 1860 veröffentlichte Henry Varnum Poor sein Buch zur amerikanischen Eisenbahn, das auch die finanzielle Seite der neuen Branche betrachtete. Ab 1868 gab er ein jährliches Handbuch für Eisenbahn-Investoren heraus. Auch Luther Lee Blake sah Chancen im Finanzinformationsgeschäft. 1906 gründete er das Standard Statistic Bureau, das Daten für Investoren zusammenstellt, auch für Branchen fern der Eisenbahn. Anfang der 20er Jahre beginnen Poor und Blake, Ratings zu veröffentlichen. Zunächst als Wettbewerber, bis sie sich 1941 zu Standard & Poor’s zusammenschließen. Seit 1966 gehört das Unternehmen zum amerikanischen Konzern McGraw Hill, der an der New Yorker Börse notiert ist. Ratings müssen transparenter werden
Deven Sherma steht seit 2007 an der Spitze von Standard & Poor’s. Eines seiner Ziele, das er sich aus den Lehren der Finanzkrise neu gesteckt hat: Die Analysen und Bewertungen müssen transparenter werden, damit der Investor versteht, warum das entsprechende Rating vergeben wurde.
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