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Spitzenverdiener ändern Anlageverhalten

64 Prozent der Spitzenverdiener haben laut einer aktuellen Studie kein Vertrauen mehr in die Banken. Jeder Vierte von ihnen gibt an, aufgrund der Finanzkrise sein Anlageverhalten ändern zu wollen. Immer mehr von ihnen verzichten auf einen Berater und verwalten ihr Vermögen selbst.

Dies belegt die aktuelle Studienwelle des German Wealth Monitors des Instituts für Markencontrolling Brandcontrol, für die 1.000 Personen mit mindestens 100.000 Euro Jahreseinkommen befragt wurden.

Die Spitzenverdiener reagieren auf die Vertrauenskrise mit verändertem Anlageverhalten. Der Anteil an gehaltenen Aktien und Wertpapieren ging laut Umfrage von 60 auf knapp 50 Prozent zurück. Sichere Geldanlagen werden gegenüber risikoreicheren und renditeträchtigeren Anlagen bevorzugt. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese Anteile von 31 auf 41 Prozent gestiegen.

Zudem verwalten vermögende Anleger ihr Geld zunehmend selbst. Fast 37 Prozent von ihnen verzichten auf den Rat von Fachleuten. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 10 Prozentpunkten.

Im Vergleich zum Vorjahr ist der Anteil der Befragten, deren persönliches Vertrauen in die Banken „sehr erschüttert“ bis „etwas erschüttert“ ist, von 43 auf 64 Prozent gestiegen. Von insgesamt 41 Bankinstituten haben 30 bei den Anlegern an Vertrauen eingebüßt.

Das größte Vertrauen setzen die vermögenden Anleger nach wie vor
in die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Auf einer Skala von 1 für „volles Vertrauen“ bis 9 für „gar kein Vertrauen“ erzielten die beiden Institutsgruppen Vertrauenswerte von 3,2 und 3,1 Punkten.

Bei den vier deutschen Großbanken stürzt die Hypovereinsbank von 4,1 auf durchschnittlich 4,7 Punkte ab. Die Dresdner Bank verliert Vertrauen um 0,3 Punkte und liegt bei 4,3 auf der Skala. „Dies ist zurückzuführen auf die negative Berichterstattung über diese Banken in der Presse. Wenn die Darstellung der Banken in den Medien wieder positiv ist, kann auch das Vertrauen zurückgewonnen werden", so ein Analyst von Brandcontrol.

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