Themen
TopThemen
Fonds
Fondsanalyse
Mediathek
Märkte
Finanzberatung
Versicherungen
Boulevard
Experten
Denker der Wirtschaft
Krypto
Services
Academy Newsletter Veranstaltungskalender Finanz-Charts Globale Märkte Krypto-Kurse (in Echtzeit) Währungen (in Echtzeit)
Cindy Sweeting, Templeton

Cindy Sweeting, Templeton

Templeton Growth Fonds: Klassiker mit Problemen

//

An beiden Meinungen ist durchaus etwas dran. So hielt sich der ehemalige Fondsmanager Mark Holowesko tatsächlich zur Jahrtausendwende konsequent aus der Internet-Spekulation fern – aus gutem Grund, wie viele Internet-Gläubige später schmerzhaft erfuhren. Holoweskos Nachfolger Murdo Murchison hielt sich Jahre später wohlweislich aus einer neuen Spekulationsblase heraus, die diesmal die Rohstoffmärkte erfasst hatte. Nur ist er aus dem Boom-Markt aber ungefähr ein Jahr zu früh ausgestiegen. Denn die Verkaufsphilosophie im Fonds sieht vor, dass ausgestiegen wird, sobald der als fair betrachtete Wert einer Aktie erreicht ist. Übertreibungen nimmt er also generell nicht mit, was zu den häufig zitierten Performance-Hängern in Boom-Phasen führt. Derzeit setzt Murchisons Nachfolgerin Cynthia „Cindy“ Sweeting den Investmentschwerpunkt in den Branchen Hightech, Gesundheit und Medien. Auch der eine oder andere Telekom-Wert findet sich unter den größten Fondspositionen. „Die Unternehmen sind nicht zyklisch, haben einen hohen Kapitalfluss, niedrige Bewertungen und vor allem niedrige Erwartungen“, sagt die Fondsmanagerin, die den Fonds seit Januar 2008 betreut. Damit bevorzugt sie unpopuläre Aktien – eine Technik, die schon Firmengründer Sir John Templeton vorlebte. Obwohl diese Strategie den Fonds vor einem totalen Ausverkauf am Aktienmarkt schützen sollte, hat auch der Templeton-Klassiker in der Finanzkrise deutlich Federn gelassen. So verlor er in den vergangenen fünf Jahren 31,4 Prozent an Wert (Stand: 30. März 2009). Der MSCI Welt Index gab dagegen in Euro lediglich 19 Prozent ab, die Dividenden mit eingerechnet. Auch den Dreijahresvergleich gewinnt der Index, wenn auch ein wenig knapper. Er verlor 39,4 Prozent, der Fonds dagegen 46,4 Prozent. Angesichts dieser Zahlen hat sich der Vorwurf, der Fonds sei zu groß, Schritt für Schritt von selbst erledigt. Vor Jahren insgesamt noch ein 35-Milliarden-Paket, sind das Original aus den USA und das Euro-Pendant heute noch umgerechnet 13 Milliarden Euro wert. Angesichts des weltweiten Aktienuniversums ist das inzwischen überschaubar. Fondsmanager: Cindy Sweeting
Auflage: August 2000 (Euro-Tranche)
WKN: 941034 (Euro-Tranche)
Anlageklasse: Aktien international
Gesellschaft: Franklin Templeton
Rolle in der Asset Allocation: Standard Aktienposition

Mehr zum Thema
nach oben