Umfrage

Fondsmanagers Lieblinge: Deutsche Aktien, Tech und Cash

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„Jetzt besser kein Risiko eingehen“: Diese Haltung war unter internationalen Fondsmanagern im Zeitraum Mitte August bis Mitte September verbreitet. Die Bank of America Meryll Lynch hat bei einer Befragung herausgefunden, dass Fondsmanager Mitte September eine deutlich geringere Aktienquote als noch einen Monat zuvor im Portfolio hielten. Aktien sind aufgrund der hohen Volatilität dieser Assetklasse ein guter Indikator für Risikobereitschaft. Je höher die Aktienquote im Portfolio, desto riskanter die Mischung.

Mögliche Ursache: Die Unsicherheit vor der Entscheidung über eine Leitzinserhöhung. Diese ist mittlerweile gefallen. Der Zinsschritt ist erst einmal vertagt worden.

Lieblings-Assets waren hingegen Staatsanleihen und Cash. Von Mitte August bis Mitte September konnten diese Assets mit 15 (Cash) und 9 Prozentpunkten (Anleihen) in den Portfolios am stärksten zulegen.

Als bevorzugte Anlageregion hat sich Europa herauskristallisiert – und hier insbesondere Deutschland. Fast die Hälfte (45 Prozent) der befragten Fondsmanager gab an, in den kommenden zwölf Monaten verstärkt in den hiesigen Markt investieren zu wollen. Ein Fünftel (21 Prozent) setzt auf Spanien. Als unbeliebteste Länder für Aktien-Investments nannten die Befragten die Schweiz und Großbritannien.

Die derzeit favorisierten Branchen, in die im Zeitraum Mitte August bis Mitte September Fondsmanager vermehrt investierten, sind der Technologiesektor und der zyklische, das heißt konjunkturabhängige Konsum. Energie und Rohstoffe wurden dagegen eher gemieden.    

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