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US-Förderung vor Rückgang

Hedgefonds setzen auf Ölpreisschub

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Die sogenannten Netto-Long Positionen, die Marktteilnehmer in Erwartung steigender Ölpreisnotierungen eingehen, sind in den sieben Tagen bis 14. April um neun Prozent auf den höchsten Stand seit August geklettert, zeigen Daten der US-Behörde Commodity Futures Trading Commission (CFTC). Sogenannte Shorts, also Wetten auf fallende Ölpreise, sanken auf den niedrigsten Stand seit Februar.

Öl der Sorte WTI hat sich von einem Sechs-Jahres-Tief im März rund 30 Prozent erholt. Dies hat Spekulationen Auftrieb gegeben, eine Bodenbildung habe stattgefunden. US-Ölförderer setzen so wenig Bohrinseln ein wie zuletzt 2010. Die US- Regierung rechnet mit einem Rückgang der geförderten Ölmenge im Mai. Die Gesamtproduktion soll ab Juni sinken.

„Wer Short-Positionen eingegangen ist, wirft das Handtuch“, sagte Phil Flynn, leitender Marktanalyst bei Price Futures Group in Chicago, in einem Interview am 17. April. „Viele Leute, die auf einen Preissturz gewettet hatten, ändern ihre Meinung. Das beruht auf der Tatsache, dass die US-Förderung zu sinken beginnt.“

Die Schieferölförderung in den US-Bundesstaaten Texas und North Dakota wird im Mai um 57.000 Barrel zurückgehen, geht aus dem Bericht des US-Energieministeriums vom 13. April hervor. Es ist der erste erwartete Rückgang in der Berichtsserie des Ministeriums, die seit 2013 veröffentlicht wird.

Gleichwohl bewegen sich die Öl-Lagervorräte weiter auf dem höchsten Stand seit 1930 und stiegen in der Woche bis 10. April um 1,29 Millionen Barrel auf 483,7 Millionen Barrel. Es war der geringste Zuwachs seit einem Rückgang im Januar.

Während die Erzeuger in den USA die Förderung drosseln, weiten andere Staaten die ihre aus. Saudi-Arabien steigerte die Ölförderung im März um 658.800 Barrel täglich auf 10.294 Millionen Barrel, belegen Daten, die das Land an das OPEC Sekretariat in Wien übermittelte. Die Gesamtfördermenge der OPEC-Staaten lag bei 30,79 Millionen Barrel und damit über dem Förderziel von 30 Millionen Barrel.

„In jüngster Zeit drehen sich die Gespräche darum, dass das Hoch bei der Förderung von Öl aus Schiefervorkommen in den USA erreicht ist. Das trägt zur Erwartung steigender Preise bei,“ sagte Michael Lynch von Energy & Economic Research in Winchester im US-Bundesstaat Massachusetts, in einem Telefoninterview am 17. April. „Aber in Wirklichkeit ist noch immer eine Menge Öl vorhanden. Wir hatten diesen enormen Anstieg bei der OPEC-Ölförderung.“

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