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Der Praxisfall

Es müssen nicht immer ETFs sein

Der Fall

Der langjährige und belesene Kunde Hans-Peter Herzog hat sein Haus verkauft und dafür 400.000 Euro erhalten. Da erfuhr er von börsennotierten Indexfonds (ETFs), die ihm einige Medien als beste und sichere Geldanlage empfahlen. Vor allem die höheren Kosten aktiver Fonds dienten immer wieder als Hauptargument, doch lieber einen entsprechend günstigeren ETF zu kaufen. Was Herzog dann auch tat.

Dabei war ihm nicht bewusst, dass ETFs meist einen Tick schlechter abschneiden als ihr Vergleichsindex, da Sie nur den Index abbilden und durch die ebenfalls vorhandenen Kosten dann aber zurückfallen. Das und die starken Marktschwankungen des Jahres 2018 und die daraus resultierenden Kursschwankungen auch bei den ETFs hinterließen erste Kratzer im Ansehen. Weshalb sich Herzog an Thorsten Mohr wandte.

Illustration: studiogstock/Freepik

Anmerkung: DAS INVESTMENT weist darauf hin, dass hier stark vereinfachte Modellfälle dargestellt sind. Sie sollen Anhaltspunkte liefern, können aber eine umfassende und sorgfältige Beratung nicht ersetzen.

>>>Alle Praxisfälle im Überblick finden Sie hier

Der Vorschlag

Wir beschäftigen uns schon eine ganze Weile mit der Frage, warum Anleger ETFs kaufen. Gerade weil es in unseren Augen ein Trugschluss ist, dass ETFs besser als die meisten Fonds laufen. Und selbst wenn dem so wäre, haben doch die unabhängigen Berater immer die Möglichkeit, ihren Kunden deutlich besser laufende Fonds anzubieten. Und hier, glauben wir, liegt das Problem.

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