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Schroders-Studie Wie sich Anleger nach Corona auf den Kapitalmärkten aufstellen

Laut Schroders-Studie wollen Anleger mehr Geld sparen.
Laut Schroders-Studie wollen Anleger mehr Geld sparen. | Foto: Imago Images / Fotostand

Von allen befragten Personen stammen 1.000 aus Deutschland. Insgesamt gaben 48 Prozent aller deutschen Anleger an, dass der Lockdown in 2020 ihr Sparverhalten beeinflusst habe. Auf die Frage wie, äußerten 40 Prozent, dass sie mehr gespart hatten als ursprünglich vorgehabt. 47 Prozent konnten ihre Sparabsichten punktgenau erfüllen.

Das Anlageverhalten spaltet sich

35 Prozent der befragten deutschen Anleger veränderten ihr Investitionsverhalten durch die Lockerungen des Lockdowns in Richtung riskantere Anlagen. Deutlich mehr jedoch, nämlich 45 Prozent, in Richtung risikoaverse Investments. Zukünftig wollen 36 Prozent auch nach dem Lockdown weiter sparen, nur 14 Prozent werden ihre Sparaktivitäten zurückfahren.

Ähnlich ist das Bild in Österreich. 44 Prozent der österreichischen Anleger gaben an, dass sie ihr Investitionsverhalten durch die Lockerungen ändern werden. Konkret bedeutet dies: 39 Prozent wollen mehr in risikoreiche Anlagen investieren, 46 Prozent in risikoarme.

„Dass Anleger sowohl weltweit als auch in Deutschland und Österreich ein verstärktes Augenmerk auf finanzielle Absicherung legen, werten wir als ermutigendes Zeichen“, so Achim Küssner, Leiter der Schroders-Niederlassung in Frankfurt am Main. „Denn klar ist: Gerade in Zeiten von Mini- und sogar Negativzinsen sind intelligente und individuell passende Formen der Kapitalanlage erforderlich, um für die Zukunft gewappnet zu sein.“

Ein umsichtiger Ansatz kommt auch in den Erwartungen globaler Anleger hinsichtlich des Ruhestands zum Ausdruck. 58 Prozent der Ruheständler weltweit gehen jetzt konservativer mit ihren Altersersparnissen um. Zudem wollen 67 Prozent derer, die den Ruhestand noch vor sich haben, mehr dafür zurücklegen.

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