Alles muss raus Mit diesen offenen Immobilienfonds haben Anleger am meisten verloren

Offene Immobilienfonds mit den größten Verlusten (in %)

Offene Immobilienfonds mit den größten Verlusten (in %)

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Im Zuge der Finanzkrise zogen Anleger - sowohl private als auch institutionelle - viel Geld bei offenen Immobilienfonds ab. Da die Fonds, die in Wohn-, Büro- oder Hotelgebäude investieren, ihre Objekte nicht von einem Tag auf den anderen verkaufen konnten, gerieten sie in Zahlungsschwierigkeiten und mussten schließen, um die notwendige Liquidität erst einmal beschaffen zu können. 

4 Milliarden Euro Verlust

Da viele Anleger auch nach der Krise nicht damit aufhörten, Geld aus Immobilienfonds abzuziehen, wurden einige Produkte aufgelöst. Bei Publikumsfonds mussten acht Fonds mit einem Gesamtvolumen von damals noch 30 Milliarden Euro ihre Objekte verkaufen und Anleger ausbezahlen.

Bislang bescherten die Fonds Anlegern 4 Milliarden Euro Verlust, berichtet das Handelsblatt. Besonders schlecht stehen dabei Anleger da, die vor der Krise Anteile am TMW immobilien Weltfonds von TMW Pramerica Property Investment gekauft haben. Sie verloren bislang knapp 57 Prozent des Geldes, das sie in den Fonds gesteckt hatten. Auch Anteilseigner des Morgan Stanley P2 Value verloren mehr als die Hälfte (52,8 Prozent) ihrer Einlage. 

Bei Portfolioqualität war TMW auf Platz 4

Am schlechten Immobilienportfolio dürfte das nicht gelegen haben. Laut einer Studie zur Portfolioqualität, die Drescher & Cie. Immo Consult Ende 2013 durchgeführt hatten, lag der Fonds im oberen Drittel. Die Forscher werteten öffentlich zugängliche Daten aller aufgelösten offenen Immobilienfonds auf. Dabei landete TMW immobilien Weltfonds auf Platz 4, hinter Kanam Grundinvest, einem institutionellen UBS-Fonds und dem Degi International. Auf Platz 5 folgte der Morgan Stanley P2Value.