Ausreißer 2011: Wer die Konkurrenz alt aussehen ließ

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Für Ted Bigman hätte das Jahr 2011 kaum besser laufen können. Der Manager des Morgan Stanley Global Infrastructure Fund weist für die zwölf vorangegangenen Monate nicht nur ein mehr als solides Plus von 18 Prozent aus (Rang 23 der Gesamtwertung). Nein, er sprintete auch allen anderen weltweit in Infrastruktur-Aktien investierenden Vergleichsfonds davon.

So schaffte der auf Rang 2 liegende First State Global Listed Infrastructure lediglich 4,7 Prozent Zuwachs, der Durchschnitt der insgesamt 14 Konkurrenzprodukte umfassenden Kategorie beendete das Jahr mit einem Minus von 4,5 Prozent. Die Ergebnisse regional eingeschränkter Fonds wie des Invesco Asia Infrastructure (minus 16,5 Prozent) oder des Amundi Equity India Infrastructure (minus 43,2 Prozent) gingen in diese Berechnung nicht ein.

Möglich machten den Vorsprung unter anderem der hohe Anteil an Energie- und Versorgeraktien, die zusammen rund 75 Prozent des Portfolios einnehmen. Der aktuelle USA-Anteil ist mit knapp 37 Prozent deutlich weniger dominant, und auch mit europäischen Aktien wie dem britischen Stromversorger National Grid verdiente Bigman Geld.

DER FONDS hat neun weitere Aktienfonds herausgesucht, die 2011 im Vergleich zum Durchschnitt ihrer Kategorie einen Vorsprung von mehr als 10 Prozentpunkten herausholten. Sechs von ihnen schlossen das Jahr zwar mit roten Zahlen ab, doch das muss die gezeigten Leistungen keinesfalls schmälern.

Wer etwa 2011 mit einem Mix aus chinesischen oder indischen Aktien ein positives Ergebnis erzielt hat, muss sich erstens auf die eine oder andere Frage nach Produktwahrheit und -klarheit einstellen und zweitens den Beweis erbringen, auch in einem aufwärts gerichteten Markt punkten zu können.

So wie es neben Ted Bigman (mit dem Morgan Stanley US Property) unter anderem Martin Lau (Berater des Skandia Greater China Equity) oder David Gait (Manager des First State First State Indian Subcontinent) in der Vergangenheit geschafft haben.

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