Aktualisiert am 14.11.2016 - 11:06 UhrLesedauer: 5 Minuten

Auswirkungen von Mifid II „Vermögensverwalter müssen ihre Vergütungsstruktur anpassen"

Jonathan Hill, EU-Komissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, während des ECB-Forums zur Bankenaufsicht, der im Hauptsitz der EZB in Frankfurt am Main am 4. November 2015 stattfand. Foto: Getty Images
Jonathan Hill, EU-Komissar für Finanzstabilität, Finanzdienstleistungen und Kapitalmarktunion, während des ECB-Forums zur Bankenaufsicht, der im Hauptsitz der EZB in Frankfurt am Main am 4. November 2015 stattfand. Foto: Getty Images

Im Oktober legte das Bundesfinanzministerium den Gesetzentwurf zur Umsetzung der Mifid II in deutsches Recht vor. Demnach darf ein Vermögensverwalter im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung keine Zuwendungen von Dritten annehmen und behalten, mit Ausnahme von kleineren nichtmonetären Vorteilen.

Vorgaben zum Provisionsverbot

Hinsichtlich des Provisionsverbots in der Vermögensverwaltung dürfen Kickbacks oder die häufig gewährten Bestandsprovisionen somit vom Vermögensverwalter zwar angenommen werden, nicht aber von diesem behalten werden. Der Vermögensverwalter muss die erhaltenen Provisionen künftig an die Kunden vollständig auskehren.

Viele Vermögensverwalter erzielen bisher einen Teil ihrer Erträge durch entsprechende Bestandsprovisionen. Ein Anteil von 20 Prozent oder mehr ist gerade bei Verwaltern von kleineren Vermögen nicht selten. Die neuen Vorgaben werfen Fragen für die Zukunft bestehender Vergütungsmodelle im Allgemeinen auf. Daneben haben sie Auswirkungen auf verschiedene spezifische Fragestellungen, die in der Praxis häufig auftreten.

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