AWD reagiert: Kunden wollten Dreiländerfonds haben
AWD: Keine Fehlberatung erkennbar
AWD verwahrt sich gegen pauschale Vorwürfe der Fehlberatung. Aus der „unbestrittenen Tatsache“, dass sich die geschlossenen Immobilienfonds Dreiländerfonds (DLF) des Initiators Kapital Consult (KC) nicht wie erwartet entwickelt haben, werde ungerechtfertigt auf eine systematische Fehlberatung durch AWD rückgefolgert.
Es sei nicht richtig, dass die Dreiländerfonds überhaupt keine Ausschüttungen aufweisen. „Richtig ist, dass zahlreiche der auch von AWD vermittelten Fonds viele Jahre hintereinander eine Ausschüttung von jährlich 7 Prozent, in Einzelfällen (DLF 92/10) sogar von 9 Prozent hatten“, erklärte der AWD. Beispielsweise habe nach AWD-Angaben der DLF 89/2 11 Jahre in Folge bis 1999 eine Ausschüttungsrate von je 7 Prozent gehabt. Darüber hinaus konnten die Anleger steuerliche Vorteile geltend machen.
Nur Vermittler, kein Produktgeber
AWD sei zudem als Vermittler nicht für die wirtschaftliche Entwicklung der Fonds verantwortlich zu machen. Der Finanzvertrieb verweist auf seine damalige Risikoaufklärung und Produktprüfung.
Aufgrund der vorteilhaften steuerlicher Rahmenbedingungen und der damaligen Gesetzeslage hatten zudem die Dreiländerfonds ein positives Presseecho in Fachmedien gefunden. Nicht zuletzt aus diesem Grund hätten vielen Kunden die DLF aktiv nachgefragt, auch AWD-Berater hätten die geschlossenen Fondbeteiligungen gezeichnet.
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