Michael Kemmer ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. Foto: Boris Streubel, action press

Michael Kemmer ist Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. Foto: Boris Streubel, action press

Bankenverband

„Dosis und Dauer machen das Gift“

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Aktuell präge vor allem der Ölpreis die Teuerungsrate. Doch der Ölpreis ist im vergangenen Jahr nicht nur um 60 Prozent gesunken, sondern in den vergangenen vier Wochen auch schon wieder um 40 Prozent gestiegen.

Schlimmer noch sei, dass bereits vor der heutigen Entscheidung negative Zinsen die Ertragslage der Banken und damit deren längerfristige Kreditvergabemöglichkeiten beeinträchtigen.

„Unrealistisch verzerrte Risikopreise“


Zudem seien an einigen Anleihemärkten durch die EZB-Käufe Verspannungen und unrealistisch verzerrte Risikopreise zu beobachten. Auch haben Nicht-Euro-Länder reagiert und mit ihrer Geldpolitik gegengesteuert.

Kemmer bekräftigt: „Der Geldmarkt im Euro-Raum ist durch die EZB-Politik faktisch stillgelegt. Wirtschaftsreformen sowie die Sanierung von Bankbilanzen werden verschleppt. Doch auf all diesen Feldern hat die EZB heute noch einmal eine Schippe draufgelegt.“

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