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Bankkunden misstrauen Online-Banking

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Für 64 Prozent der Bankkunden sind Sicherheitslücken der wichtigste Grund, Banktransaktionen nicht online durchzuführen. Vor allem die Angst vor PIN-Diebstahl, dem sogenannten Phishing, führt dazu, dass die meisten Bankkunden ihre Geldgeschäfte weiterhin in der Filiale erledigen. Dies ergab die Trendstudie „Bankpräferenzen" des Consulting- und Softwarehauses PPI AG in Kooperation mit Handelsblatt.com und dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung. Für die Umfrage wurden 859 Verbraucher/Bankkunden im Oktober 2008 befragt. Vier von zehn „Internet-Banking-Verweigerern" befürchten, dass die Kreditinstitute keine Haftung bei Online-Geschäften übernehmen. Die Angst, für den entstandenen Schaden selbst aufzukommen, ist allerdings unbegründet: Das europäische Parlament hat 2007 die Zahlungsverkehrsdirektive (PSD) verabschiedet, in der die Position des Kunden gestärkt wird. Im November 2009 wird die PSD in nationales Recht umgesetzt. Zukünftig haftet der Internet-Nutzer lediglich bei grober Fahrlässigkeit – und das zusätzlich begrenzt auf eine Höhe von 150 Euro. >> Grafik vergrößern
Immerhin mehr als die Hälfte der deutschen Internetnutzer erledigt private Bankgeschäfte inzwischen online. Um weitere Kunden zu überzeugen, sollten, so die Studie, Institute vor allem Vorbehalte gegenüber der Sicherheit ausräumen und in verbesserte technische Verfahren investieren. Beispielsweise haben viele Banken das als bisher sicher geltende iTAN-Verfahren bereits abgelöst und durch ein Kartenlesegerät mit elektronischer Signatur ersetzt. Darüber hinaus böten dynamische TAN-Generatoren sowie SMS-TAN erheblich mehr Sicherheit bei Online-Transaktionen.

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