Blackrock-Chef Larry Fink Foto: imago images / Xinhua

Unternehmenskultur

Blackrock-Chef will durchgreifen

In einem Schreiben an seine Aktionäre kündigt der Chef der weltgrößten Investmentgesellschaft Blackrock, Larry Fink, einen Kulturwandel an. Er reagiert damit auf Vorwürfe, Mitarbeiter seien bei Blackrock diskriminiert oder sexuell belästigt worden. Dazu heißt es in seinem Brief:

Eine Hochleistungskultur erfordert auch Vielfalt, Empathie, Gleichberechtigung, Respekt und Inklusion. Ich weiß, dass unsere Kultur nicht perfekt ist. Sie hängt davon ab, was 16.500 Menschen dazu beitragen. Und in einigen Fällen haben sich bestimmte Mitarbeiter nicht an die Standards von Blackrock gehalten. Ich habe den Mitarbeitern klar gemacht, dass wir es wissen wollen, wenn so etwas passiert, und dass wir für diese Personen keinen Platz bei Blackrock haben.

In diesem Zusammenhang kündigt Fink eine Reihe interner Maßnahmen an, „um ein Umfeld des Respekts und der Inklusion zu fördern und unsere Prozesse zur Untersuchung von Mitarbeiterbeschwerden zu verbessern“. Eine externe Anwaltskanzlei sei damit beauftragt, die eingangs erwähnten Berichte zu überprüfen und Vorschläge zu unterbreiten, wie man Prozesse und Verfahren verbessern könne.

Als Ziel gibt Fink aus: „Blackrock muss ein unterstützendes, einladendes, integratives und gerechtes Arbeitsumfeld haben. Dazu gehört, dass wir auf die Expertise von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Ansichten zurückgreifen.“ Dafür müssten Vorurteile bei Einstellungs- und Personalpraktiken abgebaut und Führungskräfte zusätzlich geschult und weiterentwickelt werden.

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