Catella Wohnungsmarktranking 2015

Wohnimmobilien-Hype in Deutschland geht weiter

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Die Dynamik welche in den Investitionen, Preisanstiegen, Übernahmen und Börsengängen aktuell an den deutschen Wohnimmobilienmärkten zum Ausdruck kommt, verdeutlicht die hohe Attraktivität dieses Marktsegments, so Catella Research in der aktuellen Untersuchung „Wohnungsmarktranking Deutschland 2015 – Die regionalen Wohnungsmärkte unter dem Mikroskop“.

„Dieser positiven Entwicklung an den TOP 7 Wohnungsmärkten stehen gleichwohl teilweise ausgeprägte Transparenzdefizite an den Regionalstandorten gegenüber“, so Dr. Thomas Beyerle, Group Head of Research bei Catella zur Motivation der Analyse. Hinzu kommt die vor allem seit Jahresbeginn 2015 stark ansteigende Zahl an Suchanfragen in- und ausländischer Kapitalsammelstellen zu den regionalen Wohnimmobilienmärkten. „In dieser Gemengelage spürt man förmlich die Suche nach dem Alpha, also der höheren Rendite im Vergleich zur Marktverzinsung an den Wohnungsmärkten“, so Beyerle weiter. 

Die oftmals geforderte Markttransparenz seitens der Investoren darf dabei nicht verwechselt werden mit der Darstellung von Angebotspreisen auf bekannten Suchmaschinen. Strukturelle Aspekte der regionalen Wohnungsmärkte wiegen bei langfristig angelegten Investitionen letztlich stärker als stichtagsbezogene Preisniveaus. Auch ordnungspolitische Eingriffe wie zuletzt die Diskussion um den Mietpreisspiegel oder die zum 1. Juni eingeführte Mietpreisbremse werden in der mittel- bis langfristigen Kalkulation letztlich eingepreist, so die Analysten.

Die Ergebnisse der Analyse im Überblick

Die verwendeten Indikatoren für die Analyse definieren sich aus den Teilbereichen Sozioökonomische Daten, Strukturrisiko, Liquiditätsrisiko und Standortpotential. Top-5-Investitionsstandorte 2015 im Segment Wohnen sind Ingolstadt, Regensburg, Darmstadt, Potsdam und Hannover. Auf den hinteren  fünf Plätzen tummeln sich: Coburg, Siegen, Detmold, Remscheid und Herne.

Betrachtet man die räumliche Verteilung der Top-25-Standorte fällt auf, dass sich leistungsstarke Wohnungsmärkte offensichtlich im Norden und im Süden konzentrieren. Neun der Top-25-Standorte sind in Bayern und Baden Württemberg verortet. Doch auch Niedersachen ist mit Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Lüneburg, Osnabrück und Oldenburg in der Top 25 überdurchschnittlich vertreten. Cluster beziehungsweise die Nähe zu den Top-Standorten prägen die regionalen Wohnungsmärkte stärker denn je: Dies ist dominant bei Darmstadt, durch unmittelbare Nähe zu Frankfurt am Main ausgeprägt sowie bei Fürth und Erlangen zu Nürnberg der Fall.

Im Bereich Mieten befinden sich alleine sechs Ruhrgebietsstädte unter den Top 10 mit dem niedrigsten Mietzinsniveau beziehungsweise mit der stärksten Abweichung zum durchschnittlichen Mietpreis aller untersuchten 70 Standorte.
Aktuell ist der Hype um die deutsche Wohnimmobilien zweifelsfrei stark geprägt durch die mangelnde Alternativanlage, welche vor allem durch das globale Zinsumfeld zum Ausdruck kommt, aber auch durch die Renditeerwartungen der Investoren.

Vor diesem Hintergrund stellt die oftmals geäußerte Exitproblematik an Regionalstandorten für Investoren aktuell kein Investitionshindernis per se dar. „Diese vermeintlich mangelnde Fungibilität in Marktabschwungphasen bildet sich in unserer aktuellen Analyse fast schon lehrbuchartig in den überdurchschnittlichen Renditen ab – und zwar deutschlandweit“, so Beyerle.

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