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Crashtest: Die besten globalen New-Energy-Fonds

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Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt

DAS INVESTMENT.com hat alle global ausgerichteten New-Energy-Fonds geprüft, die Ende Februar 2011 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste begrenzten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten von sieben Ratingagenturen. Für alle drei Kategorien gilt: Je höher der erzielte Rang, desto höher die Punktzahl. Der Spitzenreiter bekommt 100 Punkte, das Schlusslicht geht leer aus. Insgesamt kann ein Fonds maximal 300 Punkte erreichen. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier.

Warum dieser Markt jetzt interessant ist

Pascal Dudle, Manager des Vontobel Global Trend New Power

Die Akzeptanz für die Nuklearenergie ist nach den Ereignissen in Japan mit einem Schlag dahin. Bis vor kurzem bestanden Pläne, bis 2020 weltweit weitere Atomkraftwerke mit einer Kapazität von rund 90 Gigawatt zu installieren. Dies entspricht der gesamten Stromkapazität von Großbritannien. Nun werden solche Programme vielerorts auf Eis gelegt. Als realistische Alternativen bieten sich kurzfristig Erdgas und Kohle an. Allerdings dürften Kohlekraftwerke wegen der hohen Emissionen genauso unpopulär sein wie Atomkraftwerke. Erdgas wird deshalb mittelfristig stärker nachgefragt werden. Das Gleiche gilt für Sonnen- und Windenergie, die aber allein die Versorgungslücke beim Grundlaststrom nicht schließen können.

Ein großer Bedarf besteht ferner an neuen Möglichkeiten, Wärmeenergie zu speichern. Solche Technologien würden es Sonnen- und Windenergieanlagen ermöglichen, künftig wetterunabhängig Strom zu produzieren.

Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet

Vontobel, SAM, Lombard Odier – unter den Top 5 des aktuellen Crashtests finden sich gleich drei Schweizer Anbieter. Beim Sieger Vontobel Global Trend New Power sucht Manager Pascal Dudle weltweit nach Firmen, die vom zunehmenden Ungleichgewicht zwischen Energieangebot und -nachfrage profitieren. Von den rund 500 Adressen, die Vontobel dabei als „New-Power“-Unternehmen ausgemacht hat, befinden sich in der Regel zwischen 50 und 70 im Portfolio. Die Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Den Sektor Atomenergie hat Dudle bereits 2010 heruntergefahren, der Anteil beträgt aktuell weniger als 5 Prozent.

Beim Performance-Sieger SAM Smart Energy konzentriert sich Fondsmanager Thiemo Lang auf Aktien aus den Sektoren Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Erdgas und dezentrale Energiesysteme. Wie bei SAM üblich zählen bei der Auswahl nicht nur ökonomische Daten, sondern auch Nachhaltigkeitskriterien. Im Vergleich zum Vontobel-Fonds ist Langs Asien-Engagement ausgeprägter. Auch Blackrock-Managerin Poppy Allonby will für ihren New Energy Fund die Korrektur an den asiatischen Märkten für Zukäufe nutzen (siehe Interview). Jon Sigurdsen, Manager des Carlson Renewable Energy, investiert bereits heute ein Fünftel seines Portfolios in China und setzt derzeit vor allem auf den LED-Sektor.

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