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„Das größte Leck in der Geschichte des Daten-Journalismus“ Dubiose Finanzgeschäfte von Spitzenpolitikern und Sportstars aufgedeckt

Kundendaten aus einer Anwaltskanzlei mit Sitz in Panama ziehen derzeit Kreise: Der Süddeutschen Zeitung sind Informationen zugespielt werden, die sie ein Jahr lang mithilfe von 400 internationalen Journalisten ausgewertet hat. Jetzt hat sie ihre wichtigsten Erkenntnisse veröffentlicht.

Was dabei zutage getreten ist, entwickelt sich derzeit zu einem weltumspannenden Finanzskandal: Unter anderem hochrangige Politiker, Sportstars und andere Personen des öffentlichen Lebens stehen auf der Kundenliste der panamaischen Kanzlei Mossack Fonseca. Diese gründet und verkauft Briefkastenfirmen mit Sitz in Ländern, die eine sehr laxe Steuergesetzgebung verfolgen. Die Kunden von Mossack Fonseca stehen im Verdacht, ihr Geld vor dem Fiskus ihrer Länder verborgen oder auch Geldwäsche betrieben zu haben.

Die Daten - 11,5 Millionen Dokumente über 214.000 Briefkastenfirmen, die insgesmat 2,6 Terabyte umfassen - bergen international Sprengstoff: So sind im Rahmen der sogenannten Panama Papers unter anderem der argentinische Staatspräsident Mauricio Macri, der ukrainische Präsident Petro Poroshenko, der isländische Premier Sigmundur Gunlaugsson, der saudi-arabische König Salman ibn Abdulaziz al Saud und der Putin-Vertraute Sergey Roldugin in Verdacht geraten, unlautere Finanzgeschäfte betrieben zu haben.  

Zu den Enthüllungen äußerte sich unter anderem Edward Snowden via Twitter: Der US-amerikanische Whistleblower Edward Snowden nannte die Panama Papters das „größte Leck in der Geschichte des Datenjournalismus“.

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