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Degussa-Marktbericht „Für Edelmetalle besteht ein deutliches Aufwärtspotenzial“

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Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa

Der neue Wind, der jetzt in Washington weht, macht vor den Finanz- und Rohstoffmärkten nicht halt. Anleger fragen sich, wie es im internationalen Handel, vor allem aber auch mit der US-Zinspolitik und der amerikanischen Haltung gegenüber dem US-Dollar-Außenwert weitergehen wird.

Gold-ETFs sorgen für Preisschwankungen

Der Goldpreis war nach der US-Präsidentenwahl am 9. November 2016 zunächst von 1.276 US-Dollar pro Unze bis zum 15. Dezember 2016 auf 1.128 US-Dollar pro Unze gefallen. Seither hat er jedoch wieder deutlich auf etwa 1.225 US-Dollar pro Unze erholt - ist damit aber immer noch etwas tiefer als vor Bekanntgabe des Wahlausganges.

Goldpreis (US-Dollar pro Unze) und Gold-ETF-Bestände (Mio. Feinunzen)

Quelle: Bloomberg, Grafik: Degussa

Vermutlich verbirgt sich hinter dem Goldpreisanstieg der letzten Wochen eine wieder zunehmende Sorge der Investoren: Dass nämlich die anstehenden politischen und wirtschaftliche Veränderungen mit erhöhter Unsicherheit verbunden sein werden - und das Gold wird wieder verstärkt als „Krisenwährung“, als Portfolio-Versicherung nachgefragt.

Wenn sich zeigen sollte, dass die Fed die Zinsen nicht stärker als derzeit erwartet wird anhebt, sollte das einen zusätzlichen Schub für die Goldnachfrage bringen. Denn es würde ein klares Signal sein, dass die US-Zentralbank nicht vorhat, die Realzinsen schnell in den positiven Bereich zurückzuholen.

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