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Der Letzte Wille der Großbanken

Quelle: Fotolia
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Was passiert, wenn Großbanken pleitegehen? Bisher sind Abwicklungsstrukturen kaum vorhanden, und so dauert die Abwicklung der letzten Pleite, der Lehman Bank 2008, immer noch an. Im Rahmen des von US-Präsident Barack Obama vorangetriebenen „Dodd-Frank Act“ mussten die Großbanken Credit Suisse, UBS, Bank of America, Barclays, Goldman Sachs, J.P. Morgan Chase, Morgan Stanley, Citigroup sowie die Deutsche Bank Papiere bei der US-Finanzaufsicht vorlegen: Aus diesen Papieren geht hervor, wie die Finanzaufsicht die Banken im Fall der Fälle möglichst schnell und effektiv abwickeln könnte.

Teile der Pläne veröffentlichten die US-Notenbank und der Einlagensicherungsfonds FDIC gestern. In den Plänen arbeiten die Banken aus, welche Personen und Gremien Entscheidungen treffen müssen und wie der weitere Ablauf bei einer Pleite ist. Die öffentlich zugänglichen Papiere sind allerdings recht vage und sprechen größtenteils über den Verkauf von Vermögenswerten.

Bis Ende 2013 sind insgesamt 125 Banken aufgefordert, ihr Testament bei der US-Finanzaufsicht vorzulegen. Deutschland, beziehungsweise Europa plant die Einführung verpflichtender Abwicklungspläne ebenfalls.
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