Stephan Kunze

Stephan Kunze

DWS: Europa-Chef verlässt die Fondsgesellschaft

Kunze sei von seinem Amt zurückgetreten, so ein Sprecher der Fondsgesellschaft gegenüber FTD. Kunze, der 2005 zu DWS gekommen war, zeichnete seit Mitte 2007 als Mitglied der Geschäftsführung für den Vertrieb verantwortlich. Ein Grund für seinen Rücktritt soll die schwache Entwicklung der Zertifikateplattform DWS GO gewesen sein. Obwohl er das Geschäft mit Zertifikaten im Fondsmantel Ende 2006 ambitioniert gestartet hatte, kam er nur auf ein Produktvolumen von insgesamt gut 400 Millionen Euro. Kunzes Vertrag lief noch bis zum Herbst. Einen Nachfolger will die DWS „in Kürze“ bekannt geben. Kunze ist bereits ein zweiter prominenter Abgang: Erst Ende 2008 musste der Leiter des Rentenfondsmanagements Heinz Fesser seinen Posten räumen. (DAS INVESTMENT.com berichtete). Außerdem soll es zwischen Kunze und dem Leiter der Vermögensverwaltung bei der Konzernmutter Deutsche Bank, Kevin Parker, zuletzt Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Kurs der Fondsgesellschaft gegeben haben. Bisher agiert DWS innerhalb des Konzerns relativ unabhängig, was sich auch aus ihrer Historie erklärt. Die Gesellschaft war 1956 als Vermögensverwalter mehrerer deutscher Institute gegründet worden. Erst seit 2004 gehört sie komplett der Deutschen Bank. Auch am Branchenprimus geht die Finanzkrise nicht spurlos vorüber: Das verwaltete Vermögen der DWS ist um 20 Prozent auf rund 120 Milliarden Euro zusammengeschmolzen.

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