Eckhard Sauren

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„Renditen von 4 Prozent sind durchaus drin“

DER FONDS: Ihre beiden Dachfonds Sauren Absolute Return und Sauren Absolute-Return Dynamic haben ein Renditeziel von 3 beziehungsweise 4 Prozent. Wie wollen Sie das im aktuellen Marktumfeld erreichen?

Eckhard Sauren: Im Wesentlichen kommt es auf die gute Managerauswahl an. Man muss die Manager und deren jeweilige Anlagephilosophie sehr genau analysieren, bei der Auswahl möglichst wenig Fehler machen und die attraktivsten Anlage-Ideen in einem sinnvoll diversifizierten Portfolio zusammenführen. Auf diese Weise sollte eine Rendite von 3 beziehungsweise 4 Prozent durchaus drin sein – unter möglichst geringen Schwankungen.

Welche Fondsmanager bevorzugen Sie derzeit?


Im aktienorientierten Bereich zum Beispiel Bernd Ondruch und Christian Vogel-Claussen von Astellon Capital Partners, Ben Wallace und Luke Newman von Henderson Global Investors sowie Lilian Co von LBN Advisors. Im Absolute-Return-Rentenbereich verdienen die Credit-Spezialisten Kushal Kumar und Filippo Lanza von Numen Capital besondere Beachtung. Im Global-Macro-Bereich überzeugt uns Adrian Owens von GAM Fund Management mit seiner langjährigen Expertise insbesondere im Währungsbereich.

Alle genannten Manager sind Sauren-Golden-Awards-Preisträger, deren Fonds sich teilweise schon seit langem in Ihren Portfolios finden. Gibt es einige vielversprechende neue Namen?

Ja, durchaus. Wir sprechen ständig mit Fondsmanagern, um neue interessante Anlageideen zu finden. Aktuell gibt es die besondere Situation, dass erfolgreiche Fondsmanager aus der Hedgefonds-Welt, welche wir gut kennen, in naher Zukunft mit Ucits-Publikumsfonds die Absolute-Return-Welt bereichern werden. Dazu gehören zum Beispiel der auf europäische Nebenwerte fokussierte Andrew Gibbs von Otus Capital Management oder der Credit-Spezialist Barend Pennings von Gladwyne Investments.

Mit welchen der genannten Manager haben Sie jüngst gesprochen? Was waren deren Kernaussagen zum Marktumfeld?


Unter anderem mit Bernd Ondruch, den wir mehrfach getroffen haben. Er und Christian Vogel-Claussen sehen den breiten Markt eher skeptisch, deshalb haben sie den Astellon-Fonds aktuell sehr defensiv positioniert. Gleichwohl sind beide weiter optimistisch, über die gezielte Einzeltitelauswahl einen attraktiven Ertrag erzielen zu können. Kushal Kumar hält das Thema Bankenrestrukturierung für sehr interessant. Adrian Owens wiederum spielt mit dem GAM Star Global Rates zwei wesentliche Themen: zum einen die allgemeine Aufwertung des US-Dollar gegenüber einer Vielzahl von Währungen, zum andern die Verflachung der Zinskurve in den USA.

Haben Sie ein typisches Beispiel für einen Zielfonds, der aufgrund seines Risikoprofils nur für den Sauren Absolute Return Dynamic in Frage kommt, nicht jedoch für den Sauren Absolute Return?

Nehmen Sie den ebenfalls von Adrian Owens verwalteten GAM Star Discretionary FX. Dieser Fonds hat ein weitaus dynamischeres Ertrags-Risiko-Profil als der GAM Star Global Rates. Somit passt er eher in das Portfolio des Sauren Absolute Return Dynamic. Ein anderes Beispiel ist der Parus Fund von Fabrice und Edouard Vecchioli. Dieser aktienorientierte Absolute-Return-Fonds weist netto mitunter ein sehr hohes Markt-Exposure auf. Das macht ihn für den Sauren Absolute Return eher ungeeignet.

Wie hat der Vertrieb den Ende Dezember neu aufgelegten Sauren Absolute Return Dynamic aufgenommen?

Relativ gut, das Volumen beträgt mittlerweile rund 24 Millionen Euro. Die größere Nachfrage besteht jedoch nach wie vor beim Sauren Absolute Return, dessen Volumen sich auf rund 180 Millionen Euro beläuft. Das Interesse an beiden Fonds zeigt, dass unsere Vertriebspartner durchaus verstehen, worauf es ankommt. Dass nämlich ein Absolute-Return-Dachfonds das Ertrags-Risiko-Profil eines Gesamtportfolios verbessern kann und insbesondere in der Niedrigzinsphase eine sehr vielversprechende Anlagemöglichkeit darstellt.

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