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Fonds-Crashtest: Die besten China-Fonds

Performance, Stressverhalten, Ratings – worauf es im Crashtest ankommt DER FONDS hat 48 im Großraum China anlegende Aktienfonds auf ihre Qualität geprüft. In die Auswertung kamen alle Angebote, die Ende April 2010 mindestens drei Jahre alt und 10 Millionen Euro schwer waren. Im Performance-Vergleich ging es darum, über verschiedene Zeiträume besser abzuschneiden als der Gruppendurchschnitt. Im Stresstest punkteten jene Fonds, die wenig schwankten und die Verluste auch in extremen Turbulenzen moderat hielten. Der Rating-Vergleich schließlich bündelte die Noten der führenden Ratingagenturen. Die einzelnen Teilergebnisse flossen zu je einem Drittel in das Gesamtergebnis ein. Nähere Details zum Crashtest finden Sie hier. Warum dieser Markt jetzt interessant ist Martin Lau, Manager des First State Greater China Growth Langfristig bleibt China weltweit einer der Märkte mit dem größtem Wachstum. Das gilt vor allem für den Konsum, denn die chinesischen Verbraucher sind anders als in den westlichen Industrieländern kaum verschuldet und konsumieren ausgesprochen gern. Deshalb lohnt es sich auch in unruhigen Zeiten, in entsprechend ausgerichtete Unternehmen mit beständigen Cashflows und starken Bilanzen zu investieren. In Bereichen, die wir bisher eher gemieden haben, tun sich zudem nach den Kursverlusten der vergangenen Monate neue Chancen auf – beispielsweise im Immobiliensektor. Dort kommt es allerdings sehr darauf an, auf Qualität zu setzen. Einer der Vorteile eines Greater-China-Fonds besteht darin, auch in Taiwan investieren zu können. Dort gibt es eine Reihe von Unternehmen, die von den sich verbessernden Handelsbeziehungen mit China profitieren, und die Bewertungen sind teilweise deutlich niedriger als auf dem Festland. Die fünf Sieger und was ihre Manager auszeichnet Platz 1 im Rating-Vergleich, Platz 2 im Stresstest, dazu Rang 5 im Performance-Vergleich – unter dem Strich hinterließ der von Martin Lau gemanagte First State Greater China Growth im Crashtest von DER FONDS den stärksten Eindruck. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn das First-State-Asia-Pacific-Team unter der Leitung von Angus Tulloch gewann Anfang März bereits in der Kategorie „Aktien Südostasien“ (siehe Ausgabe 5/2010). Tatsächlich profitiert Lau, der in Hongkong geboren ist und über eine 14jährige Investmenterfahrung verfügt, vom Knowhow der übrigen 18 Team-Mitglieder in Edinburgh, Hongkong und Singapur. Dasselbe gilt für den drittplatzierten Skandia Greater China, als dessen Berater Lau fungiert. Über noch größere personelle Ressourcen verfügen Fidelity und Schroders, deren China-Fonds die Ränge 2 und 4 belegen. Obwohl Fidelity-Managerin Martha Wang ganz ähnlich wie Lau bevorzugt auf Qualitätsfirmen mit etabliertem Geschäftsmodell und gesunden Bilanzen setzt, musste ihr Fonds in der Finanzkrise einiges mehr an Federn lassen. Auf Sicht von fünf Jahren hingegen machte sich das höhere Risiko mit einem Mehrertrag von 40 Prozentpunkten bezahlt.

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