Daniel Schmidt (Gastautor)Aktualisiert am 19.02.2021 - 16:48 UhrLesedauer: 4 Minuten
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Jung, kreativ, wenig Geld Wann Studenten-Start-ups ein interessantes Investment sind

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Was sollten Investoren beachten?

Wer sich an studentischen Start-ups beteiligen möchte, kann dies auch in der Funktion eines sogenanntes Business Angels tun. Hierbei ist allerdings oft mehr gefragt als die reine Finanzierung.

1. Mentoring in Businessfragen

Wer selbst schon Erfahrungen im Bereich Unternehmensführung aufweist, kann junge und innovative Unternehmer dabei unterstützen, alles in die richtigen Bahnen zu lenken. Das Know-how des Investors ist dabei oft noch viel wertvoller als die eingezahlte Summe. Wer mit einem großen Wissensschatz auftrumpfen kann, erhält mitunter eine größere Beteiligung für eine geringere Einzahlungssumme. Am Ende möchten schließlich beide Seiten, dass die Unternehmung eine Erfolgsgeschichte wird.

2. Eigenes Netzwerk zur Verfügung stellen

Für Jungunternehmer kann es zudem hilfreich sein, neue Businesskontakte zu knüpfen. Wer als Investor also über ein entsprechendes Netzwerk verfügt, hat ebenfalls gute Zusatzargumente für ein lohnendes Geschäft.

3. Ansprechpartner in schwierigen Situationen

Das Mentoring ist bereits ein ehr wichtiger Aspekt. Zusätzlich sollten Business Angels jedoch auch als Ansprechpartner bei wichtigen Fragen und in schwierigen Zeiten zur Verfügung stehen.

Die Dauer des Investments beträgt im Normalfall vier bis sieben Jahre und mündet im Idealfall in eine attraktive Rendite. Auf beiderseitigen Wunsch können beide Seiten natürlich auch eine Verlängerung des Investments beschließen. Der Vertragsfreiheit sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

Tipp: Wer als Business-Angel in junge (max. sieben Jahre alt) und kleine (weniger als 50 Vollzeitmitarbeiter, Bilanzsumme: max. 10 Millionen Euro) Unternehmen investiert, kann einen Erwerbszuschuss von 20 Prozent seiner Beteiligung erhalten. Diese Förderung gilt bis zu einem Höchstbetrag von 500.000 Euro. Die Anträge können bis zum 31.12.2020 gestellt werden. Die Haltefrist eines solchen Investments beträgt drei Jahre.

Studenten-Start-ups als Investmentchance – es kommt auf den Einzelfall an

Wer nach außergewöhnlichen Investmentmöglichkeiten sucht, findet als Business Angel sicherlich eine interessante Alternative. Allerdings handelt es sich hierbei um mehr als das reine Investieren von Geld. Es geht vielmehr auch um Mentoring und Ausbildung in punkto Unternehmensführung, Hilfe bei betriebswirtschaftlichen Fragen und Vermitteln von Businesskontakten. Wer also Investition und Wirtschaftsförderung gut vereinen kann, fährt mit diesem Investmentmodell sehr gut. Alle anderen Investoren sollten sich nach weniger komplexen Alternativen umschauen.

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