George Soros: Facebook statt J.P. Morgan

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„Gefällt mir nicht mehr“, so scheint derzeit die Anlegermeinung über das weltgrößte soziale Netzwerk zu sein. Am gestrigen Donnerstag, als Mitarbeiter und Investoren der ersten Stunden erstmals die Möglichkeit bekamen, ihre Anteile an der Börse zu verkaufen, markierte die Facebook-Aktie mit 19,69 US-Dollar ihren vorläufigen Tiefpunkt. Zum Zeitpunkt des Börsengangs waren Anleger noch bereit, 38 Dollar für eine Aktie zu zahlen.

Doch nicht alle Investoren lassen sich von anhaltenden Negativmeldungen beeindrucken. George Soros zum Beispiel soll sich im zweiten Quartal massiv mit Facebook-Papieren eingedeckt haben. Nach Angaben des britischen Magazins „The Telegraph“ legte der Hedgefonds-Star rund 10 Millionen US-Dollar in das von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen an. Seitdem fiel die Aktie um 34 Prozent. Eine Fehlentscheidung?

Das weltgrößte Online-Netzwerk stehe vor dem Problem, aus der enormen Anzahl seiner Nutzer Profit zu schlagen, meint Scott Philips von der australischen Investmentgesellschaft Motley Fool. Soros gehe wohl davon aus, dass das gelingen werde. Auch Philips sieht in jüngsten  Maßnahmen wie den Werbeeinblendungen in Newsfeeds der Mitglieder den ersten Schritt in diese Richtung. Trotzdem warnt er davor, voreilig Papiere des sozialen Netzwerks zu kaufen. Trotz massiver Kursabstürze in den vergangenen Monaten hält er die Aktie nach wie vor für überbewertet.

Außer bei Facebook hat Soros auch wieder bei Gold zugelangt. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, hat der 82-Jährige seine Goldposition verdoppelt.

Die Aktie des Finanzriesen J.P. Morgan Chase & Co. hingegen überzeugt Soros anscheinend nicht mehr: Seine Hedgefonds-Gesellschaft Soros Fund Management hat laut Bloomberg 606.000 J.P. Morgan-Aktien verkauft.

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