Geschenkter Schutz

Quelle: Fotolia

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Geld zurück gibt es normalerweise, wenn der Kunde mit etwas unzufrieden ist, wenn die neue Hose doch nicht so gut passt oder der ICE mal wieder mit mehr als einer Stunde Verspätung in den Bahnhof einfährt. Dass Versicherer wie Allianz, Nürnberger und Co. ihren Berufsunfähigkeits-Kunden auch Geld zurück aufs Konto überweisen, ist dagegen nicht so üblich. Aber – wie im Einzelhandel auch – ein gutes Verkaufsargument. „Kunden sind bereit, mehr auszugeben, wenn sie wissen, dass sie später wieder etwas von ihrem Geld zurückbekommen“, ist Thomas Pollmer überzeugt. „Das hilft, die psychologische Barriere vor dem Kauf zu senken“, so der Leiter des Produktmanagements Versicherungen beim Maklerpool Jung, DMS & Cie. weiter. Grafik vergrößern Und die ist beim Thema Berufsunfähigkeit (BU) tendenziell hoch. „Das Risiko, nicht mehr arbeiten zu können, ist für viele Menschen nicht wirklich greifbar“, sagt Pollmer. Das bestätigt auch eine aktuelle Befragung der Continentale Lebensversicherung und des Marktforschungsinstituts TNS Infratest unter 957 Berufstätigen. Weit über drei Viertel der Befragten, nämlich 85 Prozent, stufen dieses Risiko für sich als „gering“ oder „weniger groß“ ein. Und liegen damit ziemlich daneben.