Marc Faber

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Goldminen

Marc Faber empfiehlt Aktien des GDX-Index

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Den Zentralbanken könne man nicht trauen, sagt Marc Faber laut dem Finanzportal Foonds bei einem Vortrag im Rahmen der Zürcher Finanz '15-Messe. So gebe es bei der Fed, EZB oder SNB weder fähige Leute, noch würden sie sich über die Folgen der gesetzten Maßnahmen ausreichend bewusst sein. Das einzige, was Zentralbanker könnten, sei das Erzeugen von Blasen, so der Investor. Da die Notenbanken die Märkte so stark manipulieren, könne man kaum mehr sinnvolle Prognosen abgeben. Währungsrelationen und Anleihezinsen würden sich hierdurch ständig ändern.

Auch wenn er nicht an einen langfristigen Aufschwung des Dollar glaube, sei Faber im Hinblick auf US-Staatsanleihen vorsichtig optimistisch. US-Aktien seien sehr teuer, europäische akzeptabel bewertet, schätzt der Investor laut Foonds weiter ein. Am günstigsten seien die Aktien der Schwellenmärkte. Sie könnten jedoch zunächst noch einbrechen, weshalb Anleger hier einen langfristigen Blick haben müssten.

Sehr günstig bewertet seien Goldminen, erklärt Faber. Etliche würden jedoch Pleite gehen, weshalb er hier eine bunte Zusammenstellung empfiehlt. Laut Foonds nennt der Investor Aktien des Goldminen-Index GDX als Beispiel. Außerdem ist Faber bei Gold, Silber, Platin und Palladium guter Dinge. Gold würde er jedoch in Hongkong oder Singapur lagern – die Schweiz sei kein guter Lagerplatz mehr. Diese würde unter dem Druck der USA oder EU sofort einknicken, ähnlich wie beim Bankgeheimnis. Denn käme es zu einem totalen Zusammenbruch, sorge sich Faber, dass die Regierungen versuchen würden, die Goldbesitzer zu enteignen. So könnten die Notenbanken den Goldkäufern die Schuld dafür geben, dass ihre Geldpolitik versagt hat.