Aktualisiert am 22.10.2010 - 18:45 UhrLesedauer: 5 Minuten

Immobilienfonds-Chaos: "Danke, Commerzbank, ganz toll gemacht"

Die vergangenen Wochen waren nicht dazu geeignet, die angespannte Lage bei den offenen Immobilienfonds zu verbessern.

Die Aussetzung der Anteilsrücknahme beim Immobiliendachfonds AGI Premium Management Immobilien Anlagen (PMIA) (DE000A0ND6C8), die angekündigte Auflösung des KanAm US Grundinvest (DE0006791817)  und eine erste außergerichtliche Einigung in Sachen Morgan Stanley P2 Value (dessen Zukunft ebenfalls ungewiss bleibt) zwischen einer Kundin der Commerzbank und ihrem Institut geben einen Vorgeschmack auf die nähere Zukunft in diesem Segment (dazu auch: Immobilienfonds von Morgan Stanley startet Ausverkauf).

Schicksalswochen für Immobilienfondsindustrie

Die nächsten Wochen und Monate werden für die offene Immobilienfondsindustrie in Deutschland so oder so schicksalhaft sein. Und es ist erschreckend zu beobachten, mit welcher Leichtfertigkeit einzelne Marktteilnehmer den Ruf einer ganzen Asset-Klasse riskieren.

Zunehmend stärker drängt sich der Eindruck auf, dass im Zuge der Krise bei den offenen Immobilienfonds nicht nur die Anlageform, also die Verpackung, das Konstrukt „offener Immobilienfonds“ in der Gunst der Anleger sinkt, sondern damit abseits eigener Wohnimmobilien oder fremdgenutzten Wohneigentums auch die Anlageform „Immobilien“ zunehmend mehr gemieden wird (zum Themen-Special: Immobilienfonds in der Krise).
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