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Philanthrop und Tech-Euphoriker Bill Gates: Mit Mini-Meilern will er die Kernkraft revolutionieren. | © Getty Images

Investments in Technologien

Diese 10 Tech-Durchbrüche sind bis 2029 relevant

Folgt man dem Tech-Milliardär, Philanthropen und Microsoft-Gründer Bill Gates, dürfte den Menschen mit Hilfe dieser neuer technologischen Errungenschaften ein gewaltiger Sprung in die Zukunft gelingen. Investoren sollten sich daher mit den folgenden Innovationen, dazugehörigen Firmen und passenden Fonds beschäftigen – gerade weil einige der Entwicklungen noch ganz am Anfang stehen:

1. Darmsonde in Pillengröße verhindert kostspielige Krankheiten: Patienten schlucken – ohne Narkose, ohne Schmerzen – eine an einem flexiblen Band befestigte, pillengroße Sonde. Diese sendet Bilder aus dem Darm. Diese Entwicklung des Pathologen Guillermo Tearney ist bemerkenswert, weil unentdeckte Darmerkrankungen bei Kindern zu Wachstumsstörungen führen können. Etwa die umweltbedingte Enteropathie (EED) kann das Bruttoinlandsprodukt eines Landes um bis zu drei Prozent senken. Aktuell ist die Methode bereits in Boston bei Erwachsenen im Einsatz und bei Kindern im Test. Sie könnte die medizinische Versorgung revolutionieren.

2. Personalisierte Krebsimpfung therapiert gezielt: Maßgeschneiderte Impfstoffe sollen das menschliche Immunsystem anregen, Tumorgewebe zu erkennen und nur spezifische Krebszellen abzutöten. Experten erwarten bis 2024, dass das Segment der personalisierten Krebsimpfstoffe auf ein Volumen von 100 Milliarden US-Dollar wachsen wird. Personalisierte Krebsimpfstoffe befinden sich derzeit in der Testphase an Menschen. Als Pionier gilt das deutsche Start-up Biontech, das im Gegensatz zu seinem US-Wettbewerber Moderna (IPO im Dezember 2018) erst seit Oktober 2019 an der US-Börse Nasdaq gelistet ist. Sanofi, Pfizer, Roche und Bayer sind ebenfalls im Marktsegment investiert beziehungsweise in die Forschung eingestiegen.

3. Fleischfreie Burger verändern Lebensmittelkonsum: Fleischersatz züchten Forscher bereits auf Basis von Muskelgewebe in Bioreaktoren. Die Umweltbilanz fällt jedoch nicht viel besser als die von klassischem Agrarfleisch aus. Da die Produktion von Fleisch- gegenüber Pflanzenprotein bis zu 25-mal mehr Wasser, bis zu 17-mal mehr Fläche und bis zu 20-mal mehr Ressourcen verschlingt, dürften Alternativen zur klassischen Viehzucht die Ernährung der Weltbevölkerung maßgeblich beeinflussen – weit über fleischfreie Burger hinaus. Seit Mai ist der Erbsenprotein-Hack„fleisch“-Produzent Beyond Meat an der Börse gelistet. Aber auch Fleischkonzerne wie Tyson Foods wollen in die Entwicklung vegetarischer Nuggets und Burger.

4. Sprachgewaltige Roboter für den Kundendialog: Mittels Trainings erlernen künstlich-intelligente Systeme, menschliche Dialoge zu führen und nicht allein Befehle auszuführen. Das Marktvolumen dieser Systeme wird in den nächsten beiden Jahren stark zunehmen – laut Zion Market Research von 2,3 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018 auf 19,6 Milliarden im Jahr 2025. Die Lösungen von Google mit seinem KI-Assistenten Google Duplex sowie von Amazon mit Alexa und von Alibaba mit AliMe vereinbaren längst Frisörtermine (Google Duplex) oder koordinieren telefonisch Paketzustellungen (AliMe). Dadurch werden Sprachtechnologien zu wichtigen Alltagshelfern.

5. Abwasser auch ohne Kanalisation reinigen: Toiletten, die nicht an die Kanalisation angeschlossen sind und trotzdem effektiv Krankheitserreger aus dem Abwasser filtern, haben eine große Zukunft. Denn mangelnde Hygiene ist in einem von neun Fällen verantwortlich für die Kindersterblichkeit weltweit. Bisher haben mehr als 4,2 Milliarden Menschen (60 Prozent der Weltbevölkerung) immer noch keinen Zugang zu funktionierenden Sanitäranlagen. Abhilfe schaffen beispielsweise Kläranlagen, die menschliche Ausscheidungen zu Dünger aufbereiten. Anleger können zu diesem globalen Hygiene-Fortschritt beitragen, indem sie in das Zukunftsthema Wasser investieren.

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