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Orientierung in der Corona-Krise: Mit der genauen Berücksichtigung von Diversifikation, Qualität der Anlagen, Flexibilität, Solvenz und Wert schützen sich Anleger gegen Ausnahmesituationen am Markt. | © imago images / Jochen Tack Foto: imago images / Jochen Tack

Krisenbewältigung im Portfolio

Auf diese Grundsätze kommt es bei der Geldanlage an

Die Corona-Krise sorgt für Turbulenzen an den Märkten. Anleger, die schon einige Krisen erlebt haben, wissen: Vorsicht ist wichtig, Panik schädlich. Es gilt, Kurs zu halten. Dafür braucht es klare Grundsätze, die konsequent verfolgt werden.

Unsere Anlagestrategien folgen fünf Investmentleitlinien, die zusammen das Flossbach von Storch-Pentagramm ergeben. Diese Leitlinien entstanden vor knapp 20 Jahren, als die damalige Technologieblase platzte, in deren Folge die Märkte weltweit abstürzten. Das Pentagramm bildet bis heute die Basis unserer Anlagestrategie und damit all unserer Investmententscheidungen. Über die Jahre konsequent weiterentwickelt, führte es uns verlässlich durch die Finanzkrise, die ihren Höhepunkt in der Pleite von Lehman Brothers im September 2008 fand.

Kaufkraft auf Dauer erhalten

Auch jetzt, in der Corona-Krise, fühlen wir uns mit unseren Investmentleitlinien gut gewappnet für das, was noch kommen wird. Unser oberstes Ziel ist es seit jeher, die Kaufkraft der uns anvertrauten Vermögen auf mittlere bis lange Sicht zu erhalten. Letztlich geht es darum, in Abwärtsphasen Verluste zu begrenzen und dann im Aufschwung ausreichend zu partizipieren. Das Flossbach von Storch-Pentagramm mit den fünf Leitlinien Diversifikation, Wert, Solvenz, Qualität und Flexibilität bildet dabei unser robustes gedankliches Fundament. Eine Anlagestrategie sollte unseres Erachtens diesen fünf klaren Regeln folgen.

Vermögen breit streuen

Ein Vermögen sollte stets breit diversifiziert, also sinnvoll gestreut werden – nicht alles auf das Sparbuch. Nicht alles in Anleihen. Und auch nicht alles in Aktien oder Edelmetalle. In dieser Diversifikation spiegelt sich die Einsicht des Anlegers wider, die Zukunft nicht vorhersagen zu können, sich aber bestmöglich wappnen zu wollen. Diversifikation bedeutet aber nicht nur, sein Vermögen auf verschiedene Anlageklassen und Einzeltitel aufzuteilen. Es bedeutet auch, es über verschiedene Währungsräume zu streuen. Ein Investor aus dem Euroraum tut gut daran, nicht all sein Geld in der Heimatwährung zu disponieren, sondern auch in „robusteren“ Währungen.

Zur Diversifikation gehört auch, die einzelnen Bausteine sinnvoll zusammenfügen. Wie hoch sollte der Aktienanteil sein, wenn das wirtschaftliche Umfeld sich plötzlich eintrübt? Was bedeutet eine ultraexpansive Geldpolitik für Anleihen, die das Portfolio stabilisieren sollen? Und wie hoch muss der Goldanteil (auch in Relation zu den anderen Anlageklassen) sein, damit das Edelmetall seiner Versicherungsfunktion gerecht werden kann?

Besonders wichtig ist die aktive Auswahl der Einzeltitel. In bestimmten Marktphasen kann es dazu kommen, dass sich verschiedene Titel als ähnlich riskant erweisen. Die Komposition eines Portfolios leitet sich aus dem Kapitalmarktumfeld ab. Was sind langfristig die wichtigsten Einflussgrößen auf die Börse, welches die Gefahren, die es zu umschiffen gilt? Dem sollte die Vermögensstruktur Rechnung tragen – und sich im Zeitverlauf flexibel anpassen lassen.

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