Quirin Bank am Berliner Ku'damm

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Leseraktion Honorarberatung: Quirin-Banker meldet sich zu Wort

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Wie nicht anders zu erwarten, bricht Colin Binnenbruck, Vermögensbegleiter bei der Quirin Bank Köln, eine Lanze für seinen Arbeitgeber und sein Beratungsmodell. Da die Quirin Bank weder offene noch versteckte Provisionen annehme, können sie die Kunden auch klar in den Mittelpunkt der Beratung stellen. „Die Honorarberatung erzwingt im positiven Sinne eine Interessengleichheit von Kunde und Berater“, erklärt Binnenbruck.

"Die Quirin Bank investiert, ohne einen Euro an staatlichen Subventionen, in ein Zukunftsmodell"

In einem Punkt stimmt Binnenbruck seinem Vorredner Michael Deising ("Die Beratungsqualität nimmt durch Honorarberatung nicht zwangsläufig zu") , MD Finanz- und Versicherungsmakler, eindeutig zu: „Richtig ist auch, dass Honorarberatung nicht automatisch die bessere Beratung ist. Auch hier hängt sehr viel von der Kompetenz der Berater ab.“ Die Qualitätskomponente sieht Binnenbruck bei der Quirin Bank mit ihren „ausnahmslos“ gut ausgebildeten und erfahrenen Berater jedoch klar gegeben.

Den Vorwurf, dass die Quirin Bank bis dato Verluste schreibt und sich das Beratungsmodell folglich nicht rechnet, will Binnenbruck so nicht stehen lassen: Andere Banken häufen aufgrund verfehlter Geschäftspolitiken hohe Verluste an, für die dann der Steuerzahler aufkommen muss. „Die Quirin Bank investiert hingegen, ohne einen Euro an staatlichen Subventionen, in ein Zukunftsmodell“, so der Quirin-Banker. Die Entwicklung verlaufe planmäßig – ab Ende 2010 wollen man schwarze Zahlen schreiben.

"Vermögende Kunden zahlen beim Honorarmodell der Quirin Bank drauf"

Auch Investmentberater Tobias Vonderau („Honorarberater sind keine Samariter“)  macht sich um die Einnahmeseite der Quirin Bank keine Sorgen. Im Gegenteil, seiner Meinung nach kommen vor allem auf gut betuchte Kunden beim Honorarmodell der Quirin Bank deutlich höhere Kosten zu, als bei einer klassischen Beratung gegen Provision. Dabei rührt das Gros der Gebühren nicht aus dem eigentlichen Beratungshonorar, sondern aus der volumenabhängigen Depotvergütung.

„Der Millionär, der sich dem Berater anvertraut, der verdeckte Provisionen vereinnahmt, zahlt also de facto deutlich weniger. Wenn der Berater seine verdeckten Provisionen offenlegt, kann der Anleger vergleichen, welches Modell für ihn das passende ist“, so Vonderau.

Eine Alternative zu den Bestandsvergütungen sieht er jedoch nicht („Honorar- oder Finanzberatung ohne Bestandsvergütung oder eine gewinnabhängige Vergütung würde zum Kollaps sämtlicher Banken führen.“) und hält diese sogar für sehr sinnvoll. Erfolgsabhängige Vergütungen motivieren den Berater, für den Anleger dauerhaft gute Ergebnisse zu erzielen.

"Kernproblem sind Abschlussgebühren aller Art"

Das Kernproblem sieht Vonderau in den Abschlussvergütungen zu denen nicht nur Ausgabeaufschläge bei Fonds und die Provisionen bei Versicherungsprodukten sondern eben auch teure Beratungshonorare gehören. „Hier zahlt der Kunde vorab, ohne wirklich zu wissen, was ihm seine Anlage später einmal wirklich bringt“, so Vonderau.

Vonderau weiter: „Die Diskussion sollte demnach nicht über eine flächendeckende Einführung von Honorarberatung geführt werden, sondern vielmehr über das Verbot von Abschlussvergütungen beziehungsweise Honoraren, die der Anleger zahlt, ohne zu wissen ob seine Anlage später erfolgreich ist oder nicht.“

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