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Libor-Skandal: 80 Millionen Euro Bonus für den Deutsche-Bank-Händler

Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Quelle: Fotolia
Deutsche-Bank-Zentrale in Frankfurt. Quelle: Fotolia
Insgesamt sieben Mitarbeiter mussten die Deutsche Bank verlassen, weil gegen sie im Libor-Skandal ermittelt wird. Ganz mittellos bleiben die Ex-Banker allerdings nicht – zumindest einer von ihnen. Denn wie das Nachrichtenmagazin „Stern“ berichtet, soll die Deutsche Bank dem mutmaßlich in die Manipulation der Libor-Sätze verwickelten Zinsspekulanten Christian Bittar für das Krisenjahr 2008 einen Bonus von 80 Millionen Euro genehmigt haben.

Der Anspruch auf den Rekordbonus, der sogar weit über dem Spitzenverdienst des damaligen Deutsche-Bank-Chefs Josef Ackermann liegt, basiert auf einer Bedingung von Bittars Arbeitsvertrag. Demnach stand dem Investmentbanker ein fixer Prozentsatz der von ihm erzielten Spekulationsgewinne zu. 2008 soll dieser Gewinn 500 Millionen Euro betragen haben.

Laut „Stern“ akzeptierte der Vorstand Anfang 2009 den Bonus-Anspruch und beschloss lediglich, die Auszahlung über mehrere Jahre zu strecken. Als gegen Bittar Ermittlungen wegen des Verdachts auf Zinsmanipulationen anliefen und er 2011 die Bank verlassen musste, behielt die Bank die letzten 40 Millionen Euro ein.
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