Die großen Notenbanken der Eurozone haben veröffentlicht, welche Unternehmensanleihen sie im Rahmen des CSSP-Programms bisher gekauft haben. Die Angabe bleiben vage, findet Wolgang Bauer von M&G

Die großen Notenbanken der Eurozone haben veröffentlicht, welche Unternehmensanleihen sie im Rahmen des CSSP-Programms bisher gekauft haben. Die Angabe bleiben vage, findet Wolgang Bauer von M&G

M&G-Anleihen-Experte fragt sich

Welche Unternehmensanleihen hat die EZB bloß gekauft?

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Am Montag hat die Europäische Zentralbank die mit Spannung erwartete Liste ihrer Anleihenbeteiligungen veröffentlicht. Statt einer ordentlichen, konsolidierten Liste mit sämtlichen angekauften Anleihen haben die sechs nationalen, am CSPP beteiligten Zentralbanken ihre separaten Einkaufslisten auf der Webseite der EZB im Internet verbreitet. Einmal abgesehen von dem offensichtlichen Mangel an Integration scheinen sie auch nicht sonderlich viel Wert auf Konsistenz gelegt zu haben (siehe unten). Tatsächlich wurden hier Unstimmigkeiten auf ein schon fast komisches Niveau gehoben.

Die meisten Banken entschieden sich, lediglich die „International Securities Identification Numbers“ (ISINs), allerdings mit jeweils unterschiedlichem Layout, zu veröffentlichen. Die detailverliebte Deutsche Bundesbank hielt es für notwendig, darüber hinauszugehen und listete in epischer Breite sogar die Namen der Wertpapiere und ihrer Emittenten auf – danke schön.

Die Banco de España spürte keinerlei Veranlassung, eine ins Englische übersetzte Version ihres Dokuments beizufügen – no importa.

Die anderen Banken erkannten zumindest diese Notwendigkeit, selbst die so stolze Banque de France. Diese wiederum sah jedoch keinen Grund, die Kennzeichen der eingekauften Papiere auf der Webseite der EZB zu veröffentlichen, sondern empfahl der interessierten Leserschaft lapidar, doch gefälligst selbst bei Bloomberg nachzuschlagen – Incroyable!

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