Uwe Schroeder-Wildberg, MLP

Uwe Schroeder-Wildberg, MLP

MLP: Viele Kennzahlen rückläufig

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Die Gesamterlöse fielen im ersten Quartal 2009 um 19 Prozent auf 125,5 Millionen Euro. Im ersten Quartal 2008 waren noch 155,9 Millionen Euro erzielt worden, was MLP auch auf die damalige Erhöhung der geförderten Beiträge zur Riester-Rente („Riester-Treppe“) zurückführt. Diese hatten zu rund einem Viertel zu den Umsätzen beigetragen. Als Folge der Beteiligung von Swiss Life an MLP (DAS INVESTMENT.com berichtete) und den damit verbundenen Auswirkungen sind außerordentliche und einmalige Kosten von rund 3,3 Millionen Euro für rechtliche und kapitalmarktrelevante Beratungsleistungen angefallen. Bereinigt um diesen Sondereffekt betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 6,8 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 25,1 Millionen Euro). „MLP hat sich gegen ein sehr schwieriges Marktumfeld gestemmt und sich gut geschlagen“, kommentierte MLP-Vorstandsvorsitzender Dr. Uwe Schroeder-Wildberg. Bei den Kunden bestehe durch die tief greifende Finanz- und Wirtschaftskrise ein hoher Beratungsbedarf, gleichzeitig habe sich aber die Zurückhaltung beim Abschluss lang laufender Verträge im ersten Quartal fortgesetzt. Ein Schwerpunkt im Vertrieb lag nach der Einführung des Gesundheitsfonds auf der private Krankenversicherung (PKV). Gegenüber dem Vorjahr legten die Erlöse in dieser Sparte um 20 Prozent auf 13,7 Millionen Euro zu. Demgegenüber fielen die Erlöse aus dem Vermögensmanagement um 16 Prozent von 20,5 auf 17,2 Millionen Euro. Die Altersvorsorge lag mit 62,9 Millionen Euro ebenfalls unter dem Vorjahr (87,5 Millionen Euro). Über sämtliche Beratungssparten hinweg lagen die Provisionserlöse bei 111,6 Millionen Euro (138,7 Millionen Euro). Zwischen Januar und März hat MLP insgesamt 6.600 Neukunden gewonnen. Die Gesamtkundenzahl stieg inklusive des übernommenen Finanzmaklers ZSH (DAS INVESTMENT.com berichtete) auf 773.000. Die Beraterzahl legte marginal auf 2.435 zu (Ende 2008: 2.413). Für den Geschäftsverlauf 2009 zeigt sich MLP verhalten optimistisch, gibt aber keine konkrete Prognose ab – man möchte sich „besser entwickeln als der Markt“. Die Kostenbasis im Geschäftsjahr 2009 soll um 12 Millionen Euro sinken. Für 2010 sind zusätzliche Einsparungen in Höhe von 10 Millionen Euro geplant.

Zum MLP-Geschäftsbericht des 1. Quartals

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