Neue Strategie – S&P ändert Fonds-Ratings

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Das Fondsanalysehaus S&P Capital IQ teilt Fonds ab sofort nach einem neuen System in Platin, Gold, Silber und Bronze ein. Die bisherigen Rating-Codes von AAA, AA, A und TR schafft es ab. Zudem nimmt das Haus keine Aufträge für Fonds-Ratings mehr an, wie es bisher der Fall war. Es bewertet nur noch von sich aus Produkte, die es für zukunftsträchtig hält. „Eine wichtige Veränderung ist, dass Anregungen von Investoren, Marktkonditionen und aktuelle Themen bei der Auswahl der zu bewertenden Fonds eine größere Rolle spielen“, sagt Damian Burleigh, Managing Director EMEA bei S&P Capital IQ.

Anstatt im Vorfeld für den Auftrag zu bezahlen, können Fondsgesellschaften nun im Nachgang entscheiden, ob sie den Research-Bericht nutzen wollen und die nötige Lizenz kaufen. Alle Research-Berichte werden ab sofort auf der S&P Capital IQ Market-Scope Plattform hinterlegt, die jedoch ausschließlich institutionellen Investoren zur Verfügung steht.

Research-Prozess und Qualitätsmaßstab bleiben unverändert. Ebenso will sich das Analysehaus nach wie vor auf die besten 20 Prozent der Fondsanbieter konzentrieren.

Man wolle vermeiden, mit Kredit-Ratings verwechselt zu werden, heißt es von S&P Capital IQ. Die Rating-Skalen der Agenturen Standard & Poor’s und Fitch beginnen ebenfalls mit AAA für erstklassige Schuldner. Standard & Poor’s ist eine rechtlich getrennte Schwestergesellschaft von S&P Capital IQ, beide gehören zur Gruppe McGraw-Hill.

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