Peitsche der Transparenz „Vielzahl von Ansätzen belebt den Wettbewerb“

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Erfolgsfaktor Unabhängigkeit

Beim „1. Frankfurter Fondsboutiquen-Panel – Markus Hill im Dialog mit unabhängigen Vermögensverwaltern, Dachfondsmanagern, Family Offices“ im Herbst 2014 betonten bereits 85 Prozent der Teilnehmer, dass die Bedeutung des Einsatzes von unabhängigen Fondsboutiquen in den nächsten zwölf Monaten zunehmen werde (siehe Grafik).

Bezüglich des Themas Bekanntheitsgrad des Vermögensverwalters war der Tenor, dass im Gegensatz zu den Bereichen absolute und risiko-adjustierte Performance die „Brand“ des Vermögensverwalters nicht das vorrangige Kriterium bei der Auswahl darstellt.

Der Bereich der vermögensverwaltenden Ansätze wird weiterhin intensiv diskutiert werden. Als Differenzierungsmerkmal für Vermögensverwalter mit „Schaufensterfunktion“ erscheinen diese Fonds von vielen unabhängigen Vermögensverwaltern als ein geeignetes Mittel, um Kunden den eigenen Investmentansatz näherzubringen. Viele der Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVG) wie Universal Investment, Ampega, Hauck & Aufhäuser und auch andere Häuser legen eine Vielzahl dieser Produkte auf.

Allein unter Performance-Gesichtspunkten ergibt sich noch kein abschließendes Urteil darüber, ob allein das Label „Vermögensverwaltend“ allen Kundenansprüchen gerecht werden kann. Spannend bleibt die Frage, ob sich in den nächsten Abschwungphasen herauskristallisiert, welche Ansätze langfristig die Nase vorn haben: Unabhängig von Definitionen – eine Vielzahl von Ansätzen belebt den Wettbewerb!



Zum Autor: Markus Hill ist unabhängiger Asset-Management-Consultant. Er beschäftigt sich mit Managerselektion, Investmentkonzept-Checks und Marketing für institutionelle Kunden. Zusätzlich betätigt er sich journalistisch mit den Themen Fondsboutiquen und Einsatz von Publikumsfonds bei Insitutionellen.

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