Depression: Fast jeder 3. BU-Antrag wegen psychischer Erkrankungen wird abgelehnt. Foto: Pexels

Praxisstudie von Franke & Bornberg

BU-Leistungsquote über 80 Prozent - aber nicht für alle

Knapp 83 Prozent der BU-Leistungsanträge werden anerkannt, so das Ergebnis einer Praxisstudie des Versicherungsanalysehauses Franke & Bornberg. Die Analysten werteten Daten der Allianz, Aachen-Münchener, Ergo, HDI, Nürnberger und Swiss Life für das Geschäftsjahr 2017 aus. Mit rund 32.800 Neuanmeldungen von BU-Leistungsfällen decken diese Versicherer mehr als die Hälfte aller Leistungsfälle des Jahres 2017 ab.

Von den Anerkennungen im Jahr 2017 erfolgten 92,7 Prozent bedingungsgemäß, 5,3 Prozent auf Basis einer individuellen Vereinbarung und 2,0 Prozent vor Gericht. Die meisten Ablehnungen gehen darauf zurück, dass Leistungsvoraussetzungen nicht erfüllt waren (BU-Grad von mindestens 50 Prozent) oder Anzeigepflichten verletzt wurden. Dabei handelte es sich meist um falsche oder fehlende Angaben zum Gesundheitszustand vor Vertragsabschluss.

Für einen Zusammenhang von Rentenhöhe und Ablehnungsquote konnten die Analysten von Franke und Bornberg keine Anhaltspunkte finden. 

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