Rückgang auf hohem Niveau

Absatzerwartungen bei Mischfonds sacken um 10 Prozentpunkte ab

//
In einer Ad-hoc Umfrage revidieren viele Fondsgesellschaften die Absatzpotenziale von Aktien angesichts der Kurseinbrüche zum Jahreswechsel. Nur noch rund 83 Prozent der Befragten schätzen die Absatzpotentiale von Akten im Jahr 2016 weiterhin als gut oder sehr gut ein. Für gemischte Sondervermögen sind es rund 89 Prozent. Für sich genommen zeichnen diese Zahlen ein positives Bild der beiden Asset-Klassen.

Noch im Dezember 2015 gingen jedoch noch 96 Prozent von guten oder sehr guten Absatzerwartungen für Aktien und 99 Prozent von guten oder sehr guten Absatzerwartungen für gemischte Sondervermögen aus. Dies sind Rückgänge von mehr als 12 bzw. 10 Prozentpunkten in wenigen Wochen. Im Gegensatz dazu sind die Absatzerwartungen von Renten- und Geldmarktfonds in dem Zeitraum um mehr jeweils mehr als 20 Prozentpunkte gestiegen.

Damit werden die Absatzpotenziale von Renten von 55 Prozent als gut oder sehr gut eingeschätzt. Entsprechend wurde nach dem Einbruch der Absatzerwartungen in der Umfrage vom Dezember das ungefähre Niveau aus dem Vorjahr wieder erreicht. Dies sind die Ergebnisse einer Ad-hoc Umfrage der FERI EuroRating Services unter 56 Fondsgesellschaften zu ihren Absatzerwartungen für 2016.

„Die Turbulenzen der Aktienmärkte in den vergangenen Monaten haben die Absatzerwartungen vor allem bei Aktien, aber auch bei Gemischten Sondervermögen und Alternative Investments schwächer werden lassen“, kommentiert Christian Michel, Direktor und Leiter Funds bei FERI EuroRating Services, die Ergebnisse der Umfrage. „Der Anstieg der Absatzerwartungen im Rentenbereich deutet darauf hin, dass viele Fondsgesellschaften für 2016 einen volatileren Aktienmarkt erwarten. Mit Blick auf die Renditeerwartungen der Anlageklassen verwundert es hingegen nicht, dass die Absatzpotenziale für Aktien und Gemischte Sondervermögen deutlich höher als die von Renten eingeschätzt werden“, so Michel weiter.

Über die Studie

Die ad-hoc Umfrage zum Thema „Trends in der Fondsbranche“ wurde vom 3. bis 4. März 2016 von der FERI EuroRating Services AG durchgeführt. Daran nahmen 56 Fondsgesellschaften teil. Zur Erhebung wurde jeweils ein Fragebogen an die Fondsgesellschaft verschickt. Die Umfrage wird seit 2009 regelmäßig durchgeführt. Die Befragung zu den Trends für 2016 fand im Zeitraum 26.11.2015 bis 14.12.2015 statt.



Über die FERI EuroRating Services AG: Die FERI EuroRating Services AG ist eines der führenden europäischen Häuser für Research, Selektion und Rating. Gegenstand des Bereichs Research ist die Analyse von Investmentmärkten und -produkten. Hierzu gehören neben dem Immobilienmarktresearch insbesondere das Fondsresearch sowie die Analyse und Bewertung von Sachwerten. Der Bereich Selektion unterstützt Investoren bei der Auswahl von Asset Managern und Anlageprodukten. Die Kerndienstleistungen des Geschäftsfelds Rating sind Investment Ratings für Fonds- und Immobilienprodukte sowie Credit Ratings für Staatsanleihen, Unternehmensanleihen, strukturierte Anleihen und Pfandbriefe. Mit diesen Dienstleistungen ist FERI EuroRating Services AG seit über 25 Jahren kompetenter Partner für Banken, Versicherungen, Asset Manager, Industrieunternehmen und Versorgungswerke.

Mehr zum Thema
Feri-Vorstand Arndt Thorn„Wir wollen auch durch Zukäufe von Vermögensverwaltern wachsen“Wealth Report 2016Vermögende mögen Wohnimmobilien