Schluss mit Provisionsrückgaben an Bausparer

Meinbausparvertrag.de von FMH-Finanzberatung geht vom Netz

//
Der Betreiber der Plattform Meinbausparvertrag.de, die FMH-Finanzberatung, hat den Onlinevergleichsrechner für Bausparverträge offline genommen. Zur Begründung hieß es, dass die Boykotthaltung der Bausparkassen zu groß und damit der Druck zu hoch war. Mit aller Macht hätten die Bausparkassen gezeigt, wie sehr sie die Transparenz des Online-Vergleichs nicht wollten, heißt es von Seiten der FMH-Finanzberatung. Meinbausparvertrag.de ermöglichte es Bausparern, bis zu 50 Prozent der Provision für einen abgeschlossen Bausparvertrag erstattet zu bekommen. Um diesen Dienst anbieten zu können, hatte die FMH-Finanzberatung sich mit einer Anfrage an die Finanzaufsicht Bafin gewendet und so einen Prozess ausgelöst, der zur faktischen Aufhebung des Provisionsabgabeverbots bei Bausparverträgen 2014 führte. Nach Meinung der FMH-Finanzberatung gefiel das den Bausparkassen nicht, woraufhin sie die Kooperation mit der Finanzberatung verweigerten. Auf einer Internetseite schildert FMH die Situation so: "Von Vertragsklauseln, in denen Vertretern die Provisionsweitergabe generell untersagt wurde. Über Boykottierungen wie die von der Alte Leipziger Bausparkasse, die sich weigerte, Bausparverträge unserer Kooperationspartner anzunehmen, solange sie mit uns zusammenarbeiteten. Bis zur Wüstenrot Bausparkasse, die sowohl uns als auch einem unserer Partner untersagte, das Logo der Bausparkasse und schließlich gar das Wort „Wüstenrot“ zu verwenden."

Mehr zum Thema
Stiftung WarentestWelche Fehler beim Bausparen gemacht werden Bausparverträge in NiedrigzinszeitenBafin will Provisionsweitergabe beim Bausparen erleichtern