Philipp Mallinckrodt, Private-Banking-Chef der Schroders-Gruppe

Philipp Mallinckrodt, Private-Banking-Chef der Schroders-Gruppe

Schroders kauft Cazenove Capital

Das ging schnell: Noch vor ein paar Tagen berichtete DAS INVESTMENT.com, dass der britische Vermögensverwalter Schroders ein Auge auf die Londoner Investment-Boutique Cazenove Capital geworfen hat. Jetzt ist klar, dass er auch zugegriffen hat. Gemäß einer bereits geschlossenen Übernahmevereinbarung kauft Schroders Cazenove Capital für 1,35 Pfund je Aktie in bar. Das Transaktionsvolumen beträgt 424 Millionen Pfund (496 Millionen Euro).

Zu dem von Schroders verwalteten Kundengeld von 261,3 Milliarden Euro kommen die von Cazenove Capital gemanagten rund 20 Milliarden Euro hinzu.

Man wolle damit den eigenen Private Banking Bereich weiter ausbauen und zudem die Position als Vermittler von Finanzprodukten in Großbritannien stärken, heißt es von Schroders. Durch die Übernahme entsteht Schroders Cazenove Capital, ein Anbieter von Private Banking und Wealth Management mit insgesamt über 33 Milliarden Euro Kundengeld.

Mit Cazenove Capitals Investment Fonds übernimmt Schroders zudem Kundengelder in Höhe von 6 Milliarden Euro und erweitert sein Team für europäische und britische Aktien, Anleihen, Multi Manager und Absolute-Return-Strategien.

Cazenove wurde 1823 gegründet und zählt in Großbritannien zu den führenden Aktienhändlern. Die nach dem Verkauf des Investment-Banking-Geschäfts 2005 entstandene Vermögensverwaltung Cazenove Capital ist mehrheitlich in Besitz der Mitarbeiter.

Andrew Ross, Geschäftsführer bei Cazenove Capital wird nun Leiter des UK Private Banking und berichtet an Philipp Mallinckrodt (Foto), den Private-Banking-Chef der Schroders-Gruppe.

Mehr zum Thema
Schroders schaut auf Cazenove Schroders: Porträt einer Banker-Familie Familienerbe Bruno Schroder: „Das Tagesgeschäft machen andere“