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Lee Freeman-Shor, Portfoliomanager des Skandia European Best Ideas Fonds

Lee Freeman-Shor, Portfoliomanager des Skandia European Best Ideas Fonds

Serie Fonds-Perlen: Der Ideensammler

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„Wenn ich auf einer Party erzähle, dass ich einen Fonds mit europäischen Aktien manage, muss ich mit allerlei Feindseligkeiten rechnen. Es ist offenbar noch schlimmer, als sich als Banker zu erkennen zu geben.“ Lee Freeman-Shor hatte es gewiss nicht leicht in den vergangenen Monaten. Die Schuldenkrise in Europa hat Investoren abgeschreckt, Aktien aus der Region gehörten auf die Fasse-ich-gerade-nicht-an-Liste. Aber der Portfoliomanager des Skandia European Best Ideas Fund schöpft nun doch wieder Hoffnung.

„Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Rettungsschirm ESM und das Versprechen des EZB-Präsidenten Mario Draghi, alles zu tun, um den Euro zu retten, haben Europa wieder mehr Sicherheit gebracht“, so Freeman-Shor. „Investoren haben jetzt keinen Grund mehr, sich zurückzuhalten.“ Freeman-Shors Fonds jedenfalls verzeichnet seit kurzem wieder Mittelzuflüsse.

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Das Besondere des Fonds: Das Portfolio stellen bis zu zehn Fondsmanager zusammen. Jeder von ihnen wählt seine zehn besten Ideen für Europas Aktienmarkt aus. Welche Manager mitspielen dürfen, entscheidet Freeman-Shor anhand ihrer Strategie, ihres Investmentprozesses und der Historie ihrer Fonds.

Streuung über Strategien

Aktuell mit dabei ist Dirk Enderlein, Manager des Wellington Strategic European Equity Portfolio (WKN: A1J RCV). Bis 2009 zählte der Europa-Aktienspezialist schon einmal zum auserwählten Kreis, wurde aber ausgetauscht, als er die Allianz-Tochter RCM verließ und zu Wellington wechselte. Seit Juni 2011 ist auch Marc Renaud, Co-Manager des Valeur (A0R F7M) und Reflex (A1C YNU) von Mandarine Gestion, Ideengeber im Portfolio – zusammen mit in der Branchehoch angesehenen Persönlichkeiten wie Hedgefonds- Manager Crispin Odey, Damien Lanternier von Financière de l’Echiquier oder Richard Plackett von Blackrock.

Der Vorteil: Durch die verschiedenen Stile der Manager ist der Fonds in sich gestreut. So gehört Dirk Enderlein zu den Anhängern des Growth-Investmentstils, während Marc Renaud und Crispin Odey Value-Investoren sind. „Crispin Odey kauft außerdem hauptsächlich britische Aktien. Das passte gut, weil ich als Ausgleich zum Euro gerne Pfund im Portfolio haben wollte“, so Freeman-Shor.

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Zu den Lieblingsaktien der Fondsmanager gehört etwa das spanische Textilunternehmen Inditex. Der Konzern ist Eigentümer der Bekleidungsmarken Zara und Massimo Dutti, die auf der ganzen Welt Kleidung verkaufen. Nur 27 Prozent des Umsatzes von Inditex kommen aus Spanien, weshalb der Konzern die Eurokrise bisher sehr gut überstanden hat. So liegt die Aktie seit Jahresbeginn 54,1 Prozent im Plus. Der spanische Leitindex Ibex 35 verlor im gleichen Zeitraum 11,2 Prozent.

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