Können unter Umständen bereits mit 56 abschlagfrei in Rente gehen: Abgeordnete im Bundestag. Foto: Getty Images

Können unter Umständen bereits mit 56 abschlagfrei in Rente gehen: Abgeordnete im Bundestag. Foto: Getty Images

Sonderregelung

Für Politiker gilt Rente mit 56

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Renteneintrittsalter an die Lebenserwartungen anpassen und erst mit 70 in den Ruhestand gehen - diese Forderung der Unions-Politiker sorgt für hitzige Diskussionen. Denn es stimmt zwar schon, dass die Menschen in Deutschland immer älter werden. Doch viele sterben auch vor dem 70. Lebensjahr. Laut einer Datenauswertung, die die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann erstellt hat, erreicht mehr als jeder fünfte Bundesbürger (22 Prozent) das 70. Lebensjahr nicht. Vor allem Geringverdiener sterben früh, erklärt die Linken-Politikerin.

Ein Vorschlag der Twitter-User lautete vor kurzem, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartungen der konkreten sozialen Schicht anzupassen und zum Beispiel Managerinnen bis 80 Jahre arbeiten zu lassen. Der Vorschlag war als Scherz gemeint - schließlich gilt in Deutschland der Gleichbehandlungsgrundsatz.

Doch werden wirklich alle Berufsgruppen in Sachen Rente gleich behandelt? Nicht ganz. Denn Bundestagsabgeordnete haben die Möglichkeit, früher als andere Beschäftigte in Rente zu gehen. Denn für Abgeordnete, die mehr als acht Jahre im Bundestag sitzen, rückt die Pension mit jedem zusätzlichen Jahr als Mitglied des Bundestages um ein Jahr näher. Das berichtet die Bild-Zeitung. So kann ein Abgeordneter bis zu zehn Jahren vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter - also bereits mit 56 Jahren - abschlagsfrei in den Ruhestand gehen. 

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