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Studie: Nachfrage nach Versicherungen hat sich leicht erholt

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Das Potenzial für den Neuabschluss von Versicherungen beläuft sich im Gesamtmarkt auf 3,5 Millionen Verträge (Vorquartal: 3,2 Millionen) – nach einem potenziellen Vertragsvolumen von 4,3 Millionen im Vorjahr. Das geht aus der aktuellen Studie „Assekuranz Absatzpotenzial-Index“ von You Gov Psychonomics hervor. Das Marktforschungsinstitut befragt seit 2007 zu Beginn jedes Quartals 1.500 private Versicherungskunden ab 18 Jahren zu ihrer generellen Abschlussbereitschaft sowie zu ihren Absichten, im laufenden Quartal eine Versicherung abzuschließen. Anschließend fließen diese Daten in die Berechnung des Absatzpotenzial-Index „Assdex“ ein. Darüber hinaus werden die regelmäßigen Anbieter- und Produktpräferenzen ermittelt. Der Absatzpotenzial-Index liege derzeit mit 44 Prozent deutlich hinter dem Vorjahreswert (50 Punkte zurück), so das Institut. Während die generelle Nachfrage nach Versicherungen seit nunmehr einem Jahr bei 37 Prozent liegt, haben nur 17 Prozent der Befragten tatsächlich vor, im laufenden Quartal eine Versicherung abzuschließen. Besonders deutlich zeigt sich die Zurückhaltung in der Gruppe der unter 30-jährigen: Diese sind zwar grundsätzlich in hohem Maße (59 Prozent) an einem Versicherungsabschluss interessiert, zögern aber sehr stark bei der Umsetzung. Bei den Kunden mit einem Haushaltsnettoeinkommen von über 2.000 Euro liegt der Wille zum kurzfristigen Versicherungsabschluss erstmals seit zwei Jahren über dem Durchschnitt des Gesamtmarkts (19 Prozent). Der Absatzpotenzial-Index bewegt sich in dieser Gruppe zudem mit 52 Punkten fast auf Vorjahresniveau. Überdurchschnittliches Interesse besteht hier insbesondere an Kfz-Versicherungen sowie an privaten Kranken- und Pflegeversicherungen. Bevorzugte Anbieter im Gesamtmarkt sind nach wie vor Huk-Coburg, Allianz, HDI-Gerling und Axa. Bei der Altersvorsorge können Hanse-Merkur, Nürnberger und Hamburg Mannheimer in der Kundengunst zulegen, während die Generali-Töchter Cosmos Direkt und Aachen-Münchener gegenüber dem Vorquartal Einbußen hinnehmen müssen.

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